Netflix verschuldet sich für Eigenproduktionen

Der Streaming-Dienst Netflix setzt weiter auf Eigenproduktionen. Dafür will das Unternehmen neue Schulden aufnehmen – und zwar in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. Dies geht aus einem Bericht des Branchenblatts Variety hervor.

Laut Variety wird sich die von Netflix angestrebte Kreditsumme sogar von 800 Millionen auf eine Milliarde US-Dollar erhöhen. Insgesamt wächst der Kredit damit auf drei Milliarden US-Dollar. Der Sender wird mittlerweile weltweit in 190 Ländern gestreamt.

Beobachter gehen davon aus, dass das Unternehmen im nächsten Jahr sechs Milliarden Dollar in Eigenproduktionen investieren wird. Offenbar entwickelt sich die Strategie, auf selbstproduzierte Inhalte zu setzen, zum Erfolgsmodell. Serien wie „Stranger Things„, „Narcos“, „Jessica Jones“ oder zuletzt „Marvel’s Luke Cage“ haben sich zu echten Publikumslieblingen entwickelt.

"Stranger Things" mit Winona Ryder

„Stranger Things“ mit Winona Ryder (Bild: Netflix)

Fortsetzungen und Neuheiten: Netflix setzt auf bunten Mix

Die Erfolgsserien werden in den kommenden zwei Jahren auch allesamt um eine weitere Staffel verlängert. Für „Narcos“ steht neben der angekündigten 3. Staffel auch gleich eine vierte auf dem Produktionsplan. Für Aufsehen sorgt derzeit auch die düstere Sci-Fi-Serie „Black Mirror“. Seit der aktuellen dritten Staffel produziert Netflix die dystopische Show selbst.

Setzt sich dieser Trend fort, dürfen unter Umständen noch einige Fans eingestellter Formate auf die Fortsetzung ihrer Lieblingsserie hoffen. Zuletzt war u.a. über die Wiederaufnahme von „Hannibal“ spekuliert worden. Der Showrunner Bryan Fuller ist aber augenblicklich mit der Produktion einer neuen „Star Trek“-Serie beschäftigt, die im Mai kommenden Jahres ebenfalls von Netflix international vertrieben wird.

Herbeigesehnt werden darüber hinaus auch „Marvel’s Iron Fist“ und die dritte finale Staffel des Familiendramas „Bloodline“. Das Konzept mit Eigenproduktionen zum Kundenliebling zu werden, zahlt sich für Netflix mittlerweile auch an der Börse aus. So haben 3,57 Millionen neue Mitglieder allein im vergangenen Quartal der Aktie des Streaming-Dienstes einen Wertzuwachs von satten 19 Prozent beschert.

[mit Material von Chris Schinke, Übergizmo.de]

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