Quantum: Mozilla stellt neue Engine für Firefox vor

Mozilla stellt mit Quantum eine neue Engine für seinen Browser Firefox vor. Sie baut auf der HTML-Rendering-Engine Gecko auf und soll mit der Mozilla-Programmiersprache Rust programmiert sein. Von der experimentellen Browser-Engine Servo, die Mozilla seit 2013 entwickelt, sollen schon Komponenten in Quantum übernommen werden. Das „Project Quantum“ soll bereits Ende 2017 ausgerollt werden.

„Servo ist ein Forschungsprojekt, das noch nicht die Funktionen hat, die Nutzer von einem vollständig ausgestatteten Browser erwarten“, so Mozilla in einem Blogbeitrag. „Durch einen stufenweisen Ansatz und die Zusammenlegung von erprobten Komponenten mit Gecko, müssen Nutzer nicht lange warten, bis sie deutliche Veränderungen der Stabilität und Performance von Firefox feststellen.“

Die neue Browser-Engine für Firefox soll nicht nur eine viel höhere Performance gewährleisten. Sie verspricht auch einen deutlich geringeren Energieverbrauch, so Mozilla. „Wir glauben, dass das Quantum-Projekt für den Mobilbereich besonders wichtig ist, weil beispielsweise eine optimale Nutzung der verfügbaren Hardware deutliche Vorteile für die Akkulaufzeit haben kann“, erklärt Firefox-Chef David Bryant in einem Interview mit der Internetseite News.com.

Firefox (Bild: Mozilla)

Firefox (Bild: Mozilla)

 

Mit Quantum schneller im Internet surfen

„Mit Quantum streben wir Performance-Zuwächse an, die so deutlich sind, dass sich Ihr gesamtes Web-Erlebnis anders anfühlen wird“, schreibt Bryant in einem Blogeintrag. „Seiten werden schneller laden, und das Scrollen wird samtweich sein. Animationen und interaktive Apps werden sofort reagieren. Und die Inhalte, die Ihnen am wichtigsten sind, werden automatisch die höchste Priorität haben. Das konzentiert die Rechenleistung dort, wo Sie sie am dringendsten benötigen.“

Firefox mit der neuen Browser-Engine Quantum wird für Windows, macOS und Linux sowie Geräte mit Googles mobiles Betriebssystem Android zur Verfügung stehen. Eine iOS-Version wird es nicht geben, da Apple auf iPhones, iPads und iPods nur die eigene Browserengine WebKit erlaubt. „Wir hoffen, dass wir diese neue Engine eines Tages auch für iOS anbieten können“, ergänzte Bryant.

[mit Material von Andreas Donath, Übergizmo.de]

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Quantum: Mozilla stellt neue Engine für Firefox vor

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *