Offizieller Trailer: Erster Eindruck von „Ghost in the Shell“

Eines kann man über „Ghost in the Shell“ schon jetzt sagen. Die Anime-Verfilmung polarisiert die Öffentlichkeit wie kaum ein anderes Hollywood-Werk. Noch bevor die erste Klappe zum Fantasy-Spektakel gefallen war, kritisierten Fans der Vorlage die Besetzung der Hauptrolle mit Scarlett Johansson. Die US-amerikanische Schauspielerin würde dem japanischen Anime keinesfalls gerecht werden. Nun kann sich jeder selbst ein erstes Urteil bilden – wenn auch nur auf Grundlage des offiziellen Trailers, der nun veröffentlicht wurde.

Johansson spielt in „Ghost in the Shell“ einen Charakter namens Major. Der Mensch-Cyborg-Hybrid ist nicht nur mit übermenschlichen Kräften ausgestattet. Als Anführerin einer Elite-Einheit führt Major zudem einen erbitterten Krieg gegen Extremisten, welche die Cyber-Technologie für kriminelle Machenschaften missbrauchen.

Das actionbetonte Fantasy-Spektakel ist eine Ko-Produktion von Dreamworks Pictures und Paramount Films. Regie führte der Genre-erfahrene Rupert Sanders, der zuletzt mit dem düsteren Märchenfilm „Snow White and the Huntsmann“ erfolgreich war. In weiteren Rollen sind Michael Pitt („Die Träumer“), Juliette Binoche („Die Wolken von Sils Maria“) und Japans Kult-Schauspieler und Regisseur Takeshi Kitano („Zatoichi – Der blinde Samurai“) zu sehen.

Whitewhashing-Debatte: Ist Hollywood rassistisch?

Szene aus "Doctor Strange" mit Tilda Swinton und Benedict Cumberbatch

Szene aus „Doctor Strange“ mit Tilda Swinton und Benedict Cumberbatch (Bild: ©2016 Marvel. All Rights Reserved)

„Ghost in the Shell“ ist nicht der einzige Film, der zuletzt im Zusammenhang der so genannten Whitewashing-Debatte für Aufsehen sorgte. Auch die Comicverfilmung „Doctor Strange“ musste sich die Kritik gefallen lassen, die Figuren der Vorlage durch weiße Hollywood-Schauspieler zu ersetzen. So wurde der Charakter des ancient one, ein alter tibetanischer Mönch, von Tilda Swinton besetzt. Ungeachtet der Debatte oder gerade deswegen ist „Doctor Strange“ derzeit ein Riesenerfolg. Der Superheldenfilm hat weltweit mittlerweile mehr als 490 Millionen US-Dollar in die Kassen gespült.

Unabhängig davon, ob einem die Besetzung in „Ghost in the Shell“ gefällt oder nicht, der Trailer jedenfalls lässt ein optisches Spektakel erwarten. Bleibt zu hoffen, dass die Umsetzung der Geschichte den ersten Eindrücken gerecht wird und uns Hollywood eine würdige Verfilmung des beliebten Animes liefert. „Ghost in the Shell“ ist ab dem 30. März 2017 in den deutschen Kinos zu sehen.

[mit Material von Thomas Wilke, Übergizmo.de]

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