Google und Facebook wollen gegen Fake-News vorgehen

Die beiden Internet-Giganten Google und Facebook wollen gezielt gegen die immer größer werdende Flut von Fake-News vorgehen. Das Phänomen war zuletzt während des US-Wahlkampfes breit in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Facebook wird sogar vorgeworfen, den Wahlsieg Donald Trumps mitentschieden zu haben. Damit soll nun Schluss sein. Nach einem ersten Vorstoß Googles will nun auch Facebook nachziehen und die Verbreitung von Falschmeldungen unterbinden.

Am vergangenen Montag hatte Google erklärt, dass Internetseiten, die Falschmeldungen lancieren, in Zukunft keinen Zugang zu seinen Advertising-Tools erhalten werden. Wenige Stunden später erklärte der Social Network Facebook, ebenfalls stärker gegen die Verantwortlichen gefälschter Nachrichten-Seiten vorgehen zu wollen.

Das Unternehmen von Gründer und CEO Mark Zuckerberg war zuletzt wegen seiner lockeren Haltung gegenüber Falschmeldungen heftig kritisiert worden. Während des US-Wahlkampfes zwischen Hillary Clinton und Donald Trump hatte es eine wahre Flut an Falschmeldungen gegeben, die von parteiischen Seiten zugunsten oder zuungunsten des jeweiligen Kandidaten verfasst worden waren. So litt Clinton angeblich unter Gesundheitsbeschwerden und Trump genoss Unterstützung vom Oberhaupt der Katholischen Kirche, dem Papst höchstpersönlich.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Wie die Nachrichten-Agentur Reuters berichtet, will Google als Reaktion seine Advertising-Tools für einschlägige Fake-News-Seiten sperren. Facebook kündigte Verbesserungen für seinen News-Feed an und will Nachrichtenseiten, die Propaganda und Fake-News verbreiten, aus seinem Werbepool verbannen.

Fake-News und das geostrategische Kalkül der Meinungsmacher

In die Schlagzeilen war etwa eine Gruppe mazedonischer Jugendlicher geraten, die erlogene Meldungen im Rahmen des US-Wahlkampfes verbreitet hatten. Sie richteten mehr als 100 Seiten ein, die sich für den umstrittenen Wahlkampf der Republikaner rund um Donald Trump einsetzten. Auf Facebook wurden Artikel wie etwa die des Newsportals USA Newsflash millionenfach geklickt und verbreitet. Laut den Ankündigungen des Social-Media-Dienstes soll damit nun Schluss sein.

Viele Kritiker begrüßen die nun von der Tech-Industrie getroffenen Schritte, auch wenn diese viel zu spät unternommen würden. Ob es den Unternehmen gelingen wird, der Flut an Fake-News-Seiten Herr zu werden, bleibt abzuwarten.

[mit Material von Chris Schinke, Übergizmo.de]

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