DDoS-Angriff: Hacker legen Internet der EU-Kommission lahm

Die Europäische Kommission war infolge eines massiven Distributed-Denial-of-Service-Angriffs (DDoS) Ende letzter Woche vorübergehend vom Netz getrennt. Weder Nutzer noch EU-Mitarbeiter hatten für mehrere Stunden Zugriff auf die Website der Kommission.

Laut der IT-Abteilung der EU-Kommission habe der Angriff gegen 15 Uhr begonnen. Die Folge war eine Überlastung der Server. Ernst nach mehreren Stunden haben man das Problem beheben können. Gegen 18 Uhr habe das Team die Mitarbeiter per E-Mail über die Störung in Kenntnis gesetzt.

Wie ein Sprecher der EU-Kommission in einen Interview mit Politico erklärte, soll es zu keinem Einbruch in die Systeme gekommen sei. „Der Angriff wurde bis jetzt erfolgreich gestoppt, ohne dass es zu Ausfällen gekommen ist, jedoch waren eine Zeit lang die Verbindungsgeschwindigkeiten betroffen“, so der Sprecher.

300 GBit/s: Größte DNS-DDoS-Attacke der Gesichte im gesamten World Wide Web zu spüren (Foto: CNET.com)

Spekulationen über die Drahtzieher des DDoS-Angriffs

Ob die EU-Kommission bereits Informationen über die Hintermänner des Angriffs hat, steht nicht fest. Ein Hinweis könnte jedoch der Veranstaltungskalender der Kommission liefern. Am Donnerstag fand in Brüssel der EU-Ukraine-Gipfel statt. Ziel des Treffens war laut EU die Stärkung der Partnerschaft mit der Ukraine. Zudem sollten die „deutlichen Fortschritte“ der Reformprozesse in der Ukraine herausgestellt werden.

Sicherheitsexperten der EU-Kommission rechnen mit weiteren Angriffen in den kommenden Tagen. Darüber hinaus wurde das europäische Cyber Emergency Response Team (EU-CERT) hinzugezogen, das bei der Abwehr weiterer Attacken helfen soll.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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