Hacker-Angriff auf Mitfahrgelegenheit.de und Mitfahrzentrale.de

Auf die zum 31. März 2016 eingestellten Mitfahr-Plattformen Mitfahrgelegenheit.de und Mitfahrzentrale.de. wurde ein Hacker-Angriff verübt. Durch die Attacke auf einen Cloud-Provider sind Cyberkriminelle an eine Datenbank mit rund 638.000 Kontodaten, 101.000 E-Mail-Adressen und 15.000 Mobilfunknummern gelangt. Zu den entwendeten Daten sollen such auch Namen und Adressen der Nutzer befinden.

Die beiden Dienste wurden von der französischen Firma Comuto SA aufgekauft, der auch die Plattform BlaBlaCar angehört. In einer Mitteilung betont das Unternehmen, dass die Kunden von BlaBlaCar nicht von dem Hacker-Angriff betroffen seien. Ferner heißt es, dass nicht der gesamte Datenbestand gestohlen wurde. Betroffen seien vielmehr rund 15 Prozent der Nutzer, die meisten davon (99,9 Prozent) waren Mitglieder von Mitfahrgelegenheit.de.

Die Daten der ehemaligen Mitfahrangebote sollen in der Cloud eines Dienstleisters gelagert gewesen sein. Dabei handelt es sich um die “archivierten Daten der beiden ehemaligen Plattformen”.

(Bild: Shutterstock)

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Das sollten die Betroffenen tun!

Personen, die früher eine der beiden Plattformen genutzt haben und sich um ihre Daten sorgen, können sich von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr telefonisch unter 0800-32 32 555 erkundigen, ob ihre IBAN-Nummer, E-Mail-Adresse oder Mobilnummer betroffen sind. Die Mitarbeiter der Hotline geben in dem Fall dann auch weitere Handlungsempfehlungen.

Die von dem Hacker-Angriff betroffene Comuto Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg hat die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. Außerdem wurde pflichtgemäß der Hamburger Datenschutzbeauftragte informiert. Der Firmenmitteilung zufolge wird der Angriff derzeit von den Strafverfolgungsbehörden untersucht. Außerdem prüfe man Möglichkeiten, das genutzte Cloud-Angebot besser abzusichern und denke darüber nach, in Zukunft möglicherweise nicht mehr in gewohntem Umfang darauf zurückzugreifen. Außerdem sei ein Sicherheitsaudit geplant. Auf der Grundlage der dabei erzielten Ergebnisse sollen dann “weitere Maßnahmen” eingeleitet werden.

[mit Material von Peter Marwan, Silicon.de]

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