IDC-Studie: PC-Markt schrumpft weiter

Der PC-Markt befindet sich seit geraumer Zeit in einer Krise. Nun wird dieser Trend mit Zahlen erneut belegt. Wie das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) in einer Studie herausgefunden hat, werden die Verkaufszahlen in diesem Jahr um 6,4 Prozent auf 258,2 Millionen Einheiten schrumpfen.

Damit aktualisieren die Marktforscher ihre Prognose vom August dieses Jahres. Damals hatten sie einen Rückgang um 7,2 Prozent vorausgesagt. Ein Aufwärtstrend für die PC-Branche bedeutet das jedoch nicht. Für das nächste Jahr prognostiziert IDC ein Minus von weiteren 2,1 Prozent.

Das Ergebnis fiel besser aus als ursprünglich vorausgesagt, weil der Handel in den USA, Westeuropa und Japan in Erwartung von Engpässen bei Displays-Panels und Storage seine Lagermengen erhöht habe. Das werde den Markt auch noch bis Anfang 2017 antreiben, aber nicht darüber hinaus.

Insgesamt soll sich der PC-Markt im nächsten Jahr laut IDC etwas stabilisieren. Für 2018 erwarten die Marktforscher im Business-Segment sogar ein leichtes Wachstum, für das Jahr darauf gehen sie von einem Plus von 3,7 Prozent aus. Düster sieht es dagegen in der Consumer-Sparte aus. Hier sollen die Verkaufszahlen von Desktop und Notebooks bis 2020 weiter sinken.

2016 soll der PC-Markt um 6,4 Prozent schrumpfen

2016 soll der PC-Markt um 6,4 Prozent schrumpfen (Bild: IDC).

Ein Grund dafür wiederum ist die anhaltende Konkurrenz durch Smartphones und Tablets. Sie soll zudem die Entwicklung des Notebook-Segments hin zu dünneren und wandelbaren Designs beschleunigen. Ihr Anteil an allen ausgelieferten Notebooks soll sich bis 2010 auf 63 Prozent erhöhen.

Entwicklung Richtung kleinerer Desktops und Notebooks

„Der PC-Markt entwickelt sich weiterhin nahezu wie erwartet“, sagte Loren Loverde, Vice President bei IDC. „Schwankungen in aufstrebenden Regionen werden durch leichte Zugewinne in größeren gesättigten Märkten ausgeglichen, während sich die Interaktion mit Tablets und Smartphones stabilisiert. Wir beobachten eine stetige Entwicklung hin zu kleineren Desktops und Notebooks.“

Bis 2020 sollen die Absatzzahlen durchschnittlich jedes Jahr um 0,8 Prozent zurückgehen. Damit würde der Markt in vier Jahren ein Volumen von 250 Millionen Einheiten erreichen. Der Anteil des Desktop-Segments soll in diesem Zeitraum auf 37,2 Prozent sinken, was einem Minus von 2,9 Prozentpunkten entspricht. Die Notebook-Verkäufe werden der Prognose zufolge bis 2020 jedoch jedes Jahr um 0,4 Prozent zulegen und damit ihren Marktanteil um 2,9 Punkte auf 62,8 Prozent steigern.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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