Amazon: Erste Bestellung mittels Drohne

Laut einer Mitteilung von Amazon am heutigen Donnerstag hat das Online-Versandhaus seine erste Prime-Air-Bestellung ausgeliefert. Demnach habe in der vergangenen Woche eine Drohne eine Fire TV-Box samt einer Tüte Popcorn zu einem Kunden in der Nähe von Cambridge, Großbritannien abgeliefert. Der Kunde habe seine Ware nur 13 Minuten nach der Bestellung erhalten, heißt es von Amazon-Chef Jeff Bezos in einer Mitteilung auf der Internet-Plattform Twitter.

Mit Lieferdrohnen will Amazon in Zukunft seine Kunden schneller und mit günstigeren Versandkosten beliefern. Das Unternehmen hofft, die Technik weltweit einsetzen zu können. Die Drohnen hätten jedenfalls das Potenzial, die Art und Weise, wie wir einkaufen, grundlegend zu verändern. Walmart, UPS und Googles Mutter Alphabet testen ebenfalls Lieferdrohnen.

Aber bevor diese unbemannten Flugkörper wirklich massentauglich werden, müssen sie noch einige Sicherheitshürden bewältigen. In den USA hat die Federal Aviation Administration (FAA) bislang Lieferdrohnen bis auf Ausnahmen verboten, da sich diese Geräte in Sichtweite zum Piloten am Boden befinden müssen, um legal fliegen zu können.

Amazon Prime Air Lieferdrohne in der Private Beta

Amazon Prime Air Lieferdrohne in der Private Beta (Bild: Amazon)

Das UK-Programm, dass sich noch in einer Private Beta-Phase befindet, zielt darauf ab, ein Paket in 30 Minuten oder weniger nach Eingang der Bestellung beim Kunden abzuliefern. Kunden haben die Möglichkeit aus tausenden Artikeln, sieben Tage die Woche zu bestellen, vorausgesetzt die Lichtverhältnisse und das Wetter spielen mit.

Amazon will das Drohnen-Projekt schrittweise ausbauen

Amazon hatte das Projekt im Juli in Großbritannien unterzeichnet und im Oktober mit zwei Kunden gestartet. Das Unternehmen plant jedoch, den Kreis zunächst auf Dutzende von Kunden zu erweitern, die einige Meilen vom Standort entfernt leben und hofft, das Projekt auf Hunderte auszudehnen. Zumindest während dieser Testphase müssen diese Kunden keine zusätzlichen Versandkosten zahlen. Das Unternehmen hat aber noch kein Wort darüber verloren, ob sich das ändert, wenn das Programm weiter wächst.

Die autonomen Drohnen sind in der Lage, Paket mit einem Gewicht von bis zu fünf Pfund, also umgerechnet 2,268 Kilo zu tragen und werden via GPS geleitet. Offensichtlich ist der Service aber nur für bestimmte Gegenstände verfügbar.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, ZDNet.de]

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