Aktion gegen „Falschlader“: Tesla führt Strafgebühr ein

Für Elektrofahrzeug-Hersteller Tesla werden Fahrer, die seine Ladestationen missbrauchen, zu einem immer größeren Problem. Viele Kunden nutzen die Supercharger nicht nur zum Aufladen ihrer Autos. Sie gebrauchen sie auch als Parklatz und blockieren sie dadurch für andere Fahrer. Nun will der Konzern die „Falschlader“ mit einer Strafgebühr zum richtigen Gebrauch der Anlagen zwingen.

Vor rund einer Woche hatte sich ein Tesla-Fahrer auf der Internet-Plattform Twitter darüber beschwert, dass manche „Idioten“ ihre Fahrzeuge auch dann noch an der Ladestation angedockt lassen, nachdem diese schon längst aufgeladen seien.

Konzern-Chef Elon Musk reagierte daraufhin ebenfalls mit einem Eintrag auf Twitter und schrieb, dass man sich um das Problem „kümmern“ werde. „Sie haben Recht, es wir zu einem Problem“, schrieb der Unternehmer am 11. Dezember. „Die Supercharger sind zum Aufladen [der Autos] gedacht und nicht zum Parken.

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Nun hat Tesla für das Problem eine Lösung gefunden. In einer Presseerklärung teilte der Konzern mit, dass man Fahrer, die die Ladestation nach dem Aufladen der Autos nicht freigeben, mit einer Strafgebühr von 40 Cent Pro Minute (in den USA) belasten werde. Sollte der Kunde innerhalb von fünf Minuten nach Beendigung des Ladevorgangs sein Fahrzeug entfernen, dann entfallen die angebrochenen Gebühren.

Tesla informiert Kunden über Ladevorgang

Damit der Fahrer über den Ladeprozess informiert ist, erhält er vor und nach Beendigung des Vorgangs von Tesla jeweils eine SMS-Benachrichtigung. Diese Maßnahme hatte das Unternehmen bereits Anfang des Jahr eingeführt. Künftig wird der Kunde auch über das Anfallen der Strafgebühren in Kenntnis gesetzt. Diese muss er beim nächsten Besuch des Cervice Centers begleichen. Die Höhe der Gebühren, die sich in Deutschland auf 35 Cent/Minute belaufen, ist nach oben hin offen. Sie fallen auch dann an, wenn es genügend freie Ladestationen gibt.

Tesla versichert in dem Presseschreiben, dass die Maßnahme nur dem Wohle der Kunden diene. Man hoffe, daraus keinen Profit schlagen zu müssen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Aktion gegen „Falschlader“: Tesla führt Strafgebühr ein

  • Am 19. Dezember 2016 um 17:30 von Thomas

    Warum keine 4 oder 6 Plätze um 1-2 Supercharger? Wenn ein Auto geladen ist, so schaltet der Charger auf das nächste um. So könnten die Ladegeräte effizient genutzt werden, ohne die Kunden zu verärgern.

    Der momentane Zustand macht vielmehr deutlich, das es noch viel zu wenig Ladestationen gibt. Ladestationen müssen nicht nur an der Autobahn sein, sondern vor allem dort, wo die Autos sowieso länger stehen: An der Arbeit, vor dem Supermarkt oder Zuhause in der Garage. Gäbe es eAutos mit ausreichender Akku-Kapazität, brauchte man für das Aufladen überhaupt keine zusätzlichen Pausen machen.

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