Fake-News sorgen für diplomatische Probleme zwischen Israel & Pakistan

Überall hört man nun Nachrichten über Fake-News. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um Falschmeldungen die gegen Geld oder aus politischer Überzeugung in Umlauf gebracht werden oder für bare Münze genommene Meinungen. Ein Hotspot für Fake-News ist unter anderem Facebook, da man dort einfach und schnell alles Mögliche an viele Menschen senden kann.

Fake-News haben drei Effekte. Zum einen können sie ganz langfristig die Öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung beeinflussen. Zum anderen können sie kurzfristig eine Diskussion komplett aushebeln. Beides ist angeblich im vergangenen US-Wahlkampf und bei der Kampagne für den Brexit geschehen.

Fake-News sind eine einzige Qual

Dass Fake-News aber auch eine ganz konkrete Gefahr darstellen können, hat sich nun im Nahen Osten bewiesen. Denn der israelische Verteidigungsminister soll angeblich Pakistan davor gewarnt haben Truppen zur Unterstützung der Terrororganisation IS nach Syrien zu schicken. In diesem Falle würde Israel Pakistan mit Nuklearwaffen zerstören. Der pakistanische Verteidigungsminister beantwortete diese Drohung wiederum mit einer eigenen Drohung: Man würde in diesem Fall mit den eigenen Nuklearwaffen antworten.

Bild: Facebook

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Erst später stellte sich heraus, dass der israelische Minister einen solchen Satz nie von sich gegeben habe. Pakistan war einer Fake-News aufgesessen. Mittlerweile hat die Regierung des Landes seine Drohung auch so weit relativiert, dass sie als zurückgenommen gelten kann.

Nun ist in diesem Fall nicht viel mehr kaputt gegangen als einige diplomatische Befindlichkeiten. Trotzdem zeigt sich hier sehr anschaulich, dass Fake-News eine konkrete Gefahr darstellen können. Es muss nur eine Person an der richtigen Stelle bereit sein das Falsche zu glauben und vieles kann ziemlich schief gehen.

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