Facebook kooperiert mit Correctiv im Kampf gegen Fake News in Deutschland

Facebook wird seine Bemühungen, gegen Fake News vorzugehen, dieses Jahr auch in Deutschland ausweiten. Dabei hat sich das Online-Netzwerk hierzulande mit dem „Drittanbieter“ Correctiv zusammengetan. Das Rechenzentrum wird künftig gemeldete Inhalte prüfen wird sie gegebenfalls als zweifelhaft auszeichnen. Außerdem hat Facebook einmal mehr angekündigt, den Spammern die Möglichkeit zu nehmen, mit Fake News Geld zu verdienen.

Facebook war zuletzt in die Kritik geraten, nachdem auf seinem Online-Netzwerk immer wieder gefälschte Nachrichten aufgetaucht waren. Während des US-Wahlkampfes sollen diese wesentlich zum Sieg des Republikaners Donald Trump beigetagen haben.

Künftig soll sich die Prüfung der Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt hin in mehreren Stufen vollziehen. Erkennt ein Nutzer eine Nachricht als gefälscht, kann er diese als solche kennzeichnen. Daraufhin wird Facebook diesen Bericht „verwenden und nach weiteren Merkmalen Ausschau halten, die typisch für Falschmeldungen sind“, so das Unternehmen in einem heute veröffentlichten Statement.

Facebook will Fake-News eliminieren (Bild: Facebook))

Facebook will Fake-News eliminieren (Bild: Facebook))

Als nächstes wird die Nachricht an eine Fakten prüfende Organisation weitergeleitet, etwa an Correctiv. Wenn diese den Beitrag tatsächlich als gefälscht identifiziert, wird er mit einem Warnhinweis versehen. Zudem wird ihm eventuell ein Link zu einer glaubwürdigen Seite sowie die Begründung für die Entscheidung beigefügt.

Hinzu kommt, dass ein als Fälschung gekennzeichneter Beitrag weiter unten im Newsfeed erscheinen wird. Zwar werde es weiterhin möglich sein, die als unglaubwürdig eingestufte Meldung zu teilen, so Facebook in der Erklärung. Allerdings bleibe dabei der Warnhinweis erhalten.

Keine Werbung und kein Geld für falsche Nachrichten

Erneut hat das Unternehmen angekündigt, die Einnahmequellen der Erzeuger von Falschnachrichten einzudämmen. Diese verdienen Geld damit, indem ihre erfundenen, mit Werbung versehenen Nachrichten von den Nutzern massenweise verbreitet werden. Dieses Geschäftsmodell soll mit der neuen Initiative hinfällig ändern. Denn: „Sobald ein Beitrag mit einem Warnhinweis versehen wurde, kann er auch nicht mehr zu einer Werbeanzeige gemacht oder hervorgehoben werden.“

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