Übernahmeverhandlungen zwischen Yahoo und Verizon verzögern sich

Yahoo kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Die Übernahmeverhandlungen zwischen dem angeschlagenen Internetkonzern und dem US-Telekommunikationsunternehmen Verizon verzögern sich um mehrere Monate. Das teilte Yahoo am gestrigen Montag mit.

Ursprünglich sollten die Verhandlungen zwischen den beiden Parteien im ersten Quartal dieses Jahres zum Abschluss kommen. Nun wird offenbar das zweite Vierteljahr als Ziel anvisiert. „Yahoo arbeitet weiter mit Verizon am Verkauf seines Kerngeschäfts“, so das Unternehmen in der Mitteilung. „In puncto Timing hatte Yahoo zuletzt erklärt, dass man erwarte, die Verhandlungen im ersten Quartal zu beenden. Angesichts der anstehenden Arbeit werden die Verhandlungen jedoch im zweiten Quartal 2017 zum Baschluss gebracht werden.“

Verizon will das Internetgeschäft von Yahoo, darunter die Suchmaschine, Internetdienste wie Yahoo News und Yahoo Mail, mit seiner Tochterfirma AOL verschmelzen. Die restlichen Unternehmensteile werden unter der Investmentfirma „Altaba“ firmieren. Der Name ist eine Zusammensetzung aus den Begriffen „alternative“ und „Alibaba“. An dem chinesischen Online-Händler Alibaba ist Yahoo mit 15 Prozent beteiligt.

Yahoo

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Zuletzt waren die Übernahmeverhandlungen zwischen Verizon und Yahoo ins stocken geraten. Grund war die Aufdeckung zweier massiver Hackerangriffe aus den Jahren 2014 und 2013. Bei der ersten Attacke waren die Daten von rund 500 Millionen Kunden gestohlen worden. Beim zweiten Vorfall waren mehr als eine Milliarde Konten betroffen.

Für schlechte Stimmung bei Verizon sorgte auch die Tatsache, dass Yahoo die Vorkommnisse während der Übernahmeverhandlungen verschwiegen hatte. Der Interessent ließ zwar von dem Internetgiganten nicht ab. Den ursprünglich anvisierten Kaufpreis von 4,8 Milliarden Dollar soll er jedoch deutlich nach unten drücken wollen. Wie das Wirtschaftsmagazin Wall Street Journal zuletzt berichtet hat, widmet sich die US-Börsenaufsicht SEC seit Dezember 2016 mit Yahoos zweifelhaftem Vorgehen im Zusammenhang mit den Cyberangriffen.

Yahoo: Bessere Zahlen trotz Negativschlagzeilen

Unterdessen legt Yahoo für das letzte Geschäftsquartal 2016 bessere Zahlen vor. Demnach erreichte das Unternehmen zwischen Oktober und Dezember einen Umsatz von 1,47 Milliarden Dollar, was einem Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Gewinn liegt bei 162 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte der Konzern nach einer 4,46 Milliarden Dollar schweren Abschreibung einen Riesenverlust hinnehmen müssen.

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