WikiLeaks bittet um Klimadaten, um Trump als Ignoranten zu entlarven

Die Aktivisten der Enthüllungsplattform WikiLeaks nehmen immer mehr den neuen US-Präsidenten Donald Trump und seine Regierung ins Visier. Wenige Tage, nachdem die Whistleblower-Seite von Julian Assange Menschen aufgefordert hatte, die Steuerunterlagen des Präsidenten zu veröffentlichen, will sie nun dessen Umweltpolitik untergraben. In einem Eintrag auf Twitter am gestrigen 25. Januar 2017 bitten die Aktivisten Wissenschaftler, ihnen Daten, die den Klimawandel belegen, zuzuspielen.

WikiLeaks-Aufruf

WikiLeaks-Aufruf (Screenshot WikiLeaks)

Donald Trump hat in der Vergangenheit immer wieder die globale Erderwärmung angezweifelt. In einem Twitter-Post aus dem Jahr 2012 stellte er sogar die aberwitzige These auf, dass der Klimawandel „von den und für die Chinesen erfunden wurde, um der Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie zu schaden.“ Auch in zahlreichen Interviews und im Rahmen des Wahlkampfes hat er wiederholt entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse in Zweifel gezogen.

Er sei kein „großer Gläubiger“ der Tatsache, dass die Erderwärmung von Menschen verursacht sei, erklärte er einmal. Der Klimawandel sei nichts anderes als eine „besonders teure Form der Steuer, die viele Menschen reich“ mache. Um seine Überzeugung zu demonstrieren, leistete er sich an einem Wintertag schon mal zu den zynischen Kommentar, dass es draußen doch kalt sei. Womit sich eine Debatte über dieses Thema offenbar erübrige.

Trump gegen den Rest der Welt

Donald Trump bei einer Rede auf der Conservative Political Action Conference 2015 in Washington

Donald Trump bei einer Rede auf der Conservative Political Action Conference 2015 in Washington (Bild: Gage Skidmore)

Dabei stehen Trump und einige andere engstirnige Republikaner mit ihrer Leugnung allein auf weiter Flur – weshalb ihr Verhalten umso absurder anmutet. Mittlerweile sind drei Viertel aller US-Amerikaner davon überzeugt, dass der Klimawandel Fakt ist. Sogar die Mehrheit der Republikaner leugnet ihn nicht. Bei der UN-Klimakonferenz in Paris haben sich 195 Mitgliedstaaten mit dem „Übereinkommen von Paris“ nicht nur darauf geeinigt, den von Menschen verursachten Klimawandel als Tatsache zu akzeptieren, sondern auch entschieden dagegen vorzugehen.

Die Klimawandel-Leugnung ist nicht der einzige Punkt, mit dem Trump Irritationen verursacht. Eines seiner Wahlkampfversprechen war die Veröffentlichung seiner Steuererklärung. Dem ist er bis heute nicht nachgekommen. Daraufhin baten die Aktivisten von WikiLeaks, die Unterlagen auf ihrer Enthüllungsplattform zu veröffentlichen. Trump bleibt jedoch hartnäckig. Am Wochenende hatte seine Beraterin Kellyanne Conway erklärt, dass die Steuererklärung unter Verschluss bleiben würde. Die Begründung: Es „interessiert die Menschen“ einfach nicht.

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