Paranoid oder im Recht? Tesla reicht Klage gegen ehemaligen Mitarbeiter ein

Ist Tesla paranoid oder ist an der Klage des Konzerns tatsächlich was dran? Laut Medienberichten klagt der Elektroauto-Hersteller gegen einen ehemaligen Top-Manager und das Start-Up-Unternehmen Aurora Innovations. Der Vorwurf: Anderson habe unter anderem wichtige Informationen seines ehemaligen Arbeitgebers gestohlen und mehrere Mitarbeiter des Konzerns abgeworfen. Nutznießer des Daten- und Mitarbeiterklaus sei sein neues Unternehmen Aurora.

Tesla beschuldigt Anderson, „mehrere Hundert Gigabytes an vertraulichen Informationen gestohlen“ zu haben. Die Daten habe er dem Start-up für selbstfahrende Autos, Aurora Innovations, zukommen lassen. Dieses hat er zusammen mit Chris Urmson gegründet, dem ehemaligen Chefentwickler von Googles autonomen Fahrzeugen. Auch Urmson sitzt auf der Anklagebank.

Elon Musk im Jahr 2011

Elon Musk im Jahr 2011 (Bild: Maurizio Pesce)

Laut der Anklageschrift hätte Anderson noch während seiner Anstellung bei Tesla zusammen mit Urmson am neuen Start-Up-Projekt gearbeitet. Zudem hätten die beiden vom Elektroauto-Konzern gezielt Mitarbeiter abgeworben, um sie für Aurora Innovations zu gewinnen. Nachdem mehrere Tesla-Angestellte gekündigt hatten, wurde auch Anderson im Dezember letzten Jahres entlassen.

Erstickt Tesla jede Bedrohung im Keim?

Anderson bestreitet die Vorwürfe. „Teslas haltlose Klage zeugt von Paranoia und krankhafter Angst vor Wettbewerb“, teilte Aurora Innovations dem Internetmagazin Jalopnik in einem Statement mit. „Der Missbrauch der Rechtsordnung ist der böswillige Versuch, einen Mitstreiter zu unterdrücken und seinen Ruf zu schädigen“, so das Unternehmen weiter.

Laut dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg wollen die Kläger vor Gericht erwirken, dass Aurora Innovations mindestens ein Jahr nach Andersons Entlassung keine ehemaligen Angestellten von Tesla einstellt. Außerdem soll das Gericht Aurora verbieten, Teslas Informationen rund um selbstfahrende Autos zu verwenden. In der Anklageschrift heißt es ferner, dass der Kläger Entschädigungen in monetärer und nicht-monetärer Form fordert.

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