Ben Affleck inszeniert doch nicht „The Batman“! Warner Bros. in der Krise?

Es hatte sich abgezeichnet, nun ist es Gewissheit. Ben Affleck wird doch nicht den nächsten „Batman“-Film inszenieren. Der Grund: Vor und hinter der Kamera gleichzeitig agieren, das ist für ihn angesichts der Erwartung der Fans offenbar zu viel.

„Die Rolle [Batmans] auszufüllen verlangt Konzentration, Leidenschaft und die beste darstellerische Leistung, die ich abrufen kann“, teilte Affleck in einer Erklärung mit. „Mir ist klar geworden, dass ich nicht beide Aufgaben auf einem Niveau erfüllen kann, das [die Fans] erwarten.“ Zusammen mit dem Filmstudio sei er zu der Entscheidung gelangt, einen Regisseur zu finden, der mit ihm an dem großen Film zusammenarbeitet.

"Batman V. Superman: Dawn Of Justice"

„Batman V. Superman: Dawn Of Justice“ (Bild: Warner Bros.)

Wie das Filmmagazin Variety berichtet, gebe es bereits eine Shortlist mit einigen Ersatzkandidaten für den freigewordenen Posten. Zu den heißesten Anwärtern soll Matt Reeves gehören. Der US-Regisseur reüssierte mit Horrorfilmen wie „Cloverfield“ und „Let Me In“ und war zuletzt mit dem Fantasy-Spektakel „Planet der Affen: Revolution“ erfolgreich. Derzeit arbeitet er am nächsten Teil des „Affen“-Franchise. „Planet der Affen: Survival“ kommt im Spätsommer in die deutschen Kinos.

Affleck hatte bereits vor wenigen Wochen angedeutet, dass er als Regisseur von „The Batman“ noch wackelt. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin The Guardian sagte er, dass seine Verpflichtung für den Regieposten davon abhänge, ob der Stoff nach seinen Vorstellungen umgesetzt werde. „Wenn es nicht so umgesetzt wird, wie ich glaube, dass es großartig sein würde, dann werde ich es nicht tun“, erklärte er damals selbstbewusst.

Ob Afflecks Ausstieg aus dem Projekt entgegen der offiziellen Erklärung eher damit zusammenhängt, dass er mit dem Drehbuch nicht zufrieden ist, kann derzeit nur Spekulation bleiben. Auch schreibt Variety, dass die Absage nicht mit dem jüngsten Flop von Afflecks Gangster-Thriller „Live by Night“ zusammenhänge. Das Blatt beruft sich dabei auf Insider.

Wird Batman unter Ben Affleck ein Dauerbrenner?

"Batman V. Superman: Dawn Of Justice"

„Batman V. Superman: Dawn Of Justice“ (Bild: Warner Bros.)

Ben Affleck ist im vergangenen Jahr in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ zum ersten Mal in der Rolle des DC-Comics-Superhelden zu sehen. Im November dieses Jahres ist die Figur neben Wonder Woman, Aquaman, Mera, The Flash und Superman Teil der „Justice League“. „The Batman“ ist der erste Stand-Alone-Film um den dunklen Ritter seit der „Dark Knight“-Trilogie von Christopher Nolan.

Für Beobachter ist der Ausstieg Ben Afflecks ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Filmstudios Warner Bros. und DC Entertainment immer mehr unter Zugzwang geraten. Ihr Versuch, in Konkurrenz zu Disney und Marvel Studios ein eigenes „Cinematic Universe“ um Superhelden wie Batman, Superman und Wonder Woman auf die Beine zu stellen, führte zwar zu kommerziellen Erfolgen. Künstlerisch haben Filme wie „Batman v Superman: Dawn of Justice“ und „Suicide Squad“ gegenüber „Doctor Strange“ und „Ant-Man“ laut Meinung der Kritiker jedoch das Nachsehen.

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