Gita: Vespa-Hersteller Piaggio stellt Transport-Roboter vor

Nie mehr schwere Einkäufe in Plastiktüten transportieren, dies verspricht der Zweiradhersteller Piaggio mit seinem handlichen Transport-Roboter Gita. Das Gerät wird aber auch in anderen Situationen unser Leben vereinfachen können.

Autonom navigierende Geräte gibt es zu Luft, zu Wasser und zu Erde. Es gibt sie in Form von Flugobjekten, vierrädrig fahrender Fahrzeuge und als Zweiräder. Eine besondere Variation des letztgenannten Fahrzeugtyps hat nun der Vespa-Hersteller Piaggio vorgestellt: einen sich auf Rädern fortbewegenden Roboter, der für seine Besitzer künftig unter anderem die Einkäufe befördern soll.

Der Transport-Roboter Gita folgt seinem Besitzer auf schritt und Tritt

Der Transport-Roboter Gita folgt seinem Besitzer auf Schritt und Tritt (Bild: Piaggio Fast Forward)

Das Gerät nennt sich Gita und wurde von Piaggio Fast Forward (PFF) entwickelt. Dabei handelt es sich um ein in Boston angesiedeltes Zweigunternehmen des italienischen Konzerns, das sich auf die Mobilität der Zukunft spezialisiert hat. Der Anfang Februar präsentierte Roboter ist eines der Forschungsergebnisse, das in naher Zukunft auf unseren Straßen unterwegs sein soll.

Gita sieht aus wie eine Mischung aus dem „Star Wars“-Roboter H2D2 und einem Koffer auf zwei Rädern. Ausgestattet ist das Gerät mit mehreren Kameras. Es kann einem Menschen auf Schritt und Tritt folgen, aber auch selbstständig und unabhängig seines Besitzers navigieren. Es ist 56 Zentimeter hoch und bietet Platz für Objekte bis zu 20 Kilogramm.

Gita eignet sich für Einkäufe aber auch für anderes Lagergut

Gita eignet sich für Einkäufe aber auch für anderes Lagergut (Bild: Piaggio Fast Forward)

Der Roboter erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 35 Km/h, womit er mühelos einem gehenden aber auch Fahrrad fahrenden Menschen folgen kann. Sollte der Fall eintreten, dass es verboten sein wird, das Gerät in ein Gebäude zu nehmen, dann wird man es auch auf dem Parkplatz abstellen können. Mittels Aktivierung durch Fingerabdruck des Besitzers und einem Code zum Öffnen des Laderaums ist Gita vor Dieben geschützt.

Gita eignet sich privaten Gebrauch aber auch für Arbeiter

Gita wird mittels Fingerabdruck-Scan aktiviert

Gita wird mittels Fingerabdruck-Scan aktiviert (Bild: Piaggio Fast Forward)

Als Zielgruppe hat Piaggio Fast Forward nicht nur Privatpersonen anvisiert, die mit Gita bequem ihre Einkäufe erledigen werden wollen. Der Roboter kann auch in Einrichtungen wie Universitäten, Flughäfen und Erholungsstätten eingesetzt werden. Aber auch Arbeiter, die im Rahmen ihrer Tätigkeiten mit schweren Gerätschaften hantieren, etwa Handwerker, können von dem Gerät profitieren.

Wann Gita markttauglich sein wird, steht ebenso wenig fest wie der Preis, für den das Gerät zu erwerben sein wird. In den nächsten Monaten soll der Roboter zunächst an verschiedenen US-Städten und Universitäten eine Testphase absolvieren. Bis dahin soll er noch einiges an Daten zum Navigieren sammeln, um von Google Maps unabhängig zu sein.

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