Sicherheit für das Smart Home

Umfrage von Bitdefender deckt Herausforderungen bei Updates, Passwörtern und Backup auf – Die sieben wichtigsten Tipps

Die größte Hemmschwelle für das Smart Home sind Sicherheitsaspekte, so das Ergebnis der „IoT Awareness and Security Study“ des Cybersecurity-Spezialisten Bitdefender. Die Studie gibt unter anderem einen Einblick zur Nutzung smarter Geräte im eigenen Zuhause sowie zu den Sicherheitsbedenken der Verbraucher. Für die Studie wurden über 2.000 Internetnutzer in sechs Ländern, darunter Deutschland, im Auftrag von Bitdefender befragt.

Die Studie zeigt, dass die größte Angst darin besteht, dass private Daten abhandenkommen – in Deutschland gaben 43 Prozent diese Bedenken zum Ausdruck. An zweiter Stelle steht die Angst, dass jemand die Kontrolle über das smarte Zuhause übernehmen könnte – Deutschland stand hier mit 45 Prozent der Befragten an der Spitze. Die Angst, dass man durch den Hack eines smarten Geräts bestohlen werden könnte, teilen im internationalen Vergleich die Deutschen am wenigsten. Nur 25 Prozent gaben diesem Bedenken Ausdruck.

Laut der Bitdefender-Erhebung besitzt ein deutscher Haushalt durchschnittlich 10 smarte, sprich mit dem Internet verbundene, Geräte. Die meistgenannten Geräte sind Smartphones, Windows Desktops und Tablets, gefolgt von Smart TVs und Gaming Konsolen.

Bitdefender: Smart Home (Bild: Bitddefender)

 

Die liebe Not: Updates und Passwörter

Ähnliches gilt im Hinblick auf den Umgang mit Passwörter von smarten Geräten. Die Hälfte der Smart TV-Besitzer in Deutschland gaben an, noch nie ihr Gerätepasswort geändert zu haben. Bitdefender gibt zu bedenken, dass viele smarte Geräte mit sehr schwachen Authentifizierungsmechanismen auf den Markt gebracht werden und mit einfachen Passwörtern wie „12345“ ausgestattet sind. Doch ob Smart TV, Smartphone oder Tablet – auch andere intelligente Geräten werden laut IoT-Awareness-Studie nicht mit besserer Passwort-Disziplin behandelt.

Immerhin 56 Prozent der deutschen Teilnehmer gaben an, für jedes Devices ein anderes Passwort zu wählen. In den USA ist das nicht so weit verbreitet, dort gaben nur 45 Prozent diese Antwort und 16 Prozent sagte sogar aus, für alle Devices das gleiche Passwort zu verwenden. 26 Prozent der deutschen Befragten haben ein Bündel an Passwörtern, das sie zwischen ihren diversen Geräten rotieren lassen. Das ist insofern bedenklich, als dass das Wiederverwenden von Passwörtern heute als Ursache einiger der verheerendsten Sicherheitsattacken gilt. So verschaffte sich zum Beispiel ein Hacker Zugriff auf einen Dropbox Corporate Account, weil sein Opfer das Passwort bereits für seinen LinkedIn Account verwendet hatte.

Gerade der laxe Umgang bei der Absicherung der Smart TVs ist gefährlich. Denn Smart TVs laufen meist auf Versionen der Android-Plattform, was den Nutzern zum Beispiel den Vorteil bringt, dass man sich mit dem Fernseher über Google Play direkt Apps herunterladen kann. Der Nachteil des Ganzen: Android wird mehr als andere Betriebssysteme von Malware bedroht und ein Smart TV ist prinzipiell genauso gefährdet wie jedes andere mobile Gerät auf Android-Basis.

Aktuell wurden der erste Fall eines von Ransomware betroffenen Smart-TVs publik. Das Problem eines solchen betroffenen Fernsehers liegt im Gegensatz zu Handys und Tablets darin, dass sich ein Fernseher nicht so einfach in den Originalzustand zurückversetzen lässt. Dazu wurden Fernsehgeräte einfach nicht entwickelt. Im schlimmsten Fall könnte ein Angriff den Smart-TV treffen und dann über USB sogar angeschlossene Festplatten verschlüsseln – deren Daten wären wohl für immer verloren.

Tipps zum Schutz von smarten Geräten

Smarte Geräte zu besitzen bedeutet auch, dass man sich – ebenso wie beim heimischen PC – um einen adäquaten Schutz kümmert. Zu verstehen, dass prinzipiell jedes Gerät im heimischen Netzwerk Ziel einer Attacke werden kann, ist bereits ein wichtiger Schritt bei der Abwehr von Cyberkriminellen. Hier einige weitere Tipps, um Smart TVs und andere Geräte zu schützen:

  • Wählen Sie das Passwort des Routers, der ersten Verteidigungslinie des heimischen Netzwerks, möglichst stark.
  • Betreiben Sie ein Smart TV nach Möglichkeit in einem separaten Netzwerk.
  • Nutzen Sie nur vom Hersteller des Fernsehers autorisierte Apps.
  • Wählen Sie starke und einzigartige Passwörter für die genutzten Apps, wie etwa Netflix, Facebook oder Skype.
  • Schalten Sie die eingebaute Kamera des Fernsehers bei Nichtnutzung ab.
  • Bestätigen Sie keine unerwarteten Nachrichten auf dem Fernseher, die nach Erlaubnis fragen, ein anderes Gerät zu verlinken oder die eine Remote Session einzuleiten.
  • Nutzen Sie eine spezialisierte Lösung zur Sicherung des Heimnetzwerks, um Phishing und andere Softwareattacken sowie die unerlaubte Nutzung des eigenen Netzwerks abzuwehren. Die Antiviren-Software Bitdefender Total Security Multi Device schützt eine unlimitierte Anzahl an Windows, MacOS und Android-Geräten.

In seiner Studienzusammenfassung gibt Bitdefender noch weitere konkrete Tipps wie Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Smart Home-Konzepten und IoT-Geräten minimiert werden können. Die „IoT Awareness and Security Study“ steht auf dem Server von Bitdefender zum Download bereit.

Immer aktuelle Informationen zur IT Sicherheit gibt es unter https://www.bitdefender.de/hotforsecurity/ und die vielfach ausgezeichneten Sicherheitslösungen von Bitdefender können Sie unter https://www.bitdefender.de/solutions/ herunterladen und 30 Tage kostenlos testen.

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