Twitter führt weitere Funktionen gegen Hasskommentare ein

Twitter unternimmt weitere Maßnahmen, um die Nutzer der Social-Media-Plattform vor Missbrauch von sogenannten Hatern zu schützen. Das Unternehmen ist schon seit einiger Zeit bemüht, die Diskussionskultur zivilisierter zu gestalten. Nun sollen sich seine Mitglieder durch einige weitere Einführungen noch sicherer fühlen.

Im Wesentlichen zielen die drei Neuerungen dahin, dem Nutzer „mehr Kontrolle darüber zu geben, was sie auf Twitter sehen“, so das Unternehmen in einen gestern Veröffentlichten Statement. Erreicht werden soll dies unter anderem damit, dass auffällig gewordene und bereits aus der Plattform verbannte Nutzer sich nicht erneut anmelden dürfen. Wie Recode unter Berufung auf einen Sprecher des Unternehmens berichtet, soll dieses Feature durch eine Kombination aus Nutzermeldungen und Maschinenlernen umgesetzt werden.

So wird Twitter fragwürdige oder nicht-relevante Tweets unterdrücken

So wird Twitter fragwürdige oder nicht-relevante Tweets unterdrücken (Bild: Twitter)

Darüber hinaus führt Twitter die sogenannte „safe search“-Funktion ein. Damit werden Inhalte und Tweets mit zweifelhaften Inhalten bei den Suchergebnissen gar nicht erst eingeblendet. Im Sinne der bereits erwähnten Politik der Nutzerkontrolle können User das Feature je nach Belieben ein- oder ausschalten.

Schließlich werden künftig anstößige oder beleidigende Antworten auf bestimmte Tweets im Konversationsverlauf unterdrückt werden. Auch Kommentare von „geringerer Qualität“ sollen zugunsten „relevanter“ Posts vernachlässigt werden. Der Nutzer hat jedoch die Möglichkeit, die verbannten Tweets einzusehen, falls er dies wünscht.

Twitter-Feldzug gegen Hater: lieber spät als nie!

Twitter hatte im November vergangenen Jahres angekündigt, entschiedener gegen Missbrauchshandlungen auf seiner Seite vorzugehen. Der aus „Kontrolle, Bericht und Umsetzung“ bestehende Maßnahme-Katalog gewährt Nutzern zum Beispiel die Möglichkeit, fragwürdige Tweets zu melden. Die nun angekündigten Änderungen sollen ein weiterer Schritt in Richtung Sicherheit sein. In den USA werden sie sofort gestartet, in den nächsten Tagen sollen sie weltweit eingeführt werden.

Der seit 2006 bestehende Mikroblogging-Dienst war immer wieder wegen Hassnachrichten und anderen Missbrauchsformen in Kritik geraten. Die Plattform eignet sich besonders gut für Nutzer mit fragwürdigen Ansichten und Weltanschauungen, da man sich hier anonym und nur unter Angabe einer E-Mail-Adresse anmelden kann. Sexistische, rassistische oder homophobe Äußerungen sind hier keine Seltenheit. Missbräuche solcher Art sollen in Zukunft unterbunden werden. Neben den genannten Änderungen sollen in den „folgenden Tagen und Wochen“ weitere Produkte eingeführt werden, so das Unternehmen im Statement.

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