Netflix-CEO Reed Hastings wirft einen Blick in die Zukunft des Fernsehens

Wie sieht die Zukunft des Fernsehens aus? Dieses Frage stand im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion mit Netflix-CEO Reed Hastings im Rahmen der diesjährigen Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona. Das Erkenntnis aus dem Gespräch: Das Fernsehen könnte fantastischer werden, als es sich die visionärsten Science-Fiction-Autoren je hätten ausdenken können.

Hastings betonte, dass Netflix mit jeder technologischen Entwicklung Schritt halten wird. Egal ob sich Virtual Reality durchsetzen wird oder Inhalte in Zukunft auf Kontaktlinsen übertragen werden, der Streaming-Dienst würde sich an jede Technik angleichen. „Sollte sich Virtual Reality durchsetzen, dann werden wir uns anpassen. Sollten Kontaktlinsen reif genug werden, dann werden wir uns auch daran orientieren“, so der Netflix-Chef. Er wisse zwar noch nicht, welche Plattformen in fünf oder zehn Jahren Standard werden, eines sei aber sicher: „Die Qualität von Netfllix wird auf jedem Gerät unglaublich“ sein.

Netflix-App für Windows 10 (Bild: Netflix)

Netflix (Bild: Netflix)

Zumindest Hinsichtlich der Kontaktlinsen-Technologie war Netflix‘ Haltung zuletzt weniger affirmativ. In einem Werbeclip zur Serie „Black Mirror“ hatte der Streaming-Dienst zu dem Thema eine höchst ambivalente Haltung zum Ausdruck gebracht. In Anlehnung an die dritte Episode „The Entire History of You“ zeigt der Spot eine Wirklichkeit, in der die Nutzer in Zukunft nicht mittels VR-Brillen in die virtuelle Realität eintauchen. Vielmehr werden dafür Kontaktlinsen zum Einsatz kommen, die man über ein Implantat am Nacken jederzeit ein- und ausschalten kann. „What if the things you love could always be with you?“, fragt der Streaming-Anbieter und verweist damit auf eine Wirklichkeit in einem schon jetzt um sich greifenden Smart-Zeitalter.

Die Technik ändert sich, doch eines bleibt: das Erzählen

Ob die Zukunft des Streamings so radikal ausfallen wird, wie in dem Spot dargestellt, bleibt abzuwarten. Eines ist für Hastings sicher: Egal welche Abspieltechnik sich letztlich durchsetzen wird, auf die Art des Erzählens wird sich diese nicht auswirken. Man werde keine Geräte-spezifische Inhalte produzieren. Das Augenmerk werde auch in Zukunft auf dem Geschichten-Erzählen liegen, egal ob die Inhalte auf kleineren oder größeren Geräten, auf VR-Brillen oder Kontaktlinsen abgespielt werden. Von zentraler Bedeutung werde auch morgen das Band zwischen dem Zuschauer und dem Inhalt sein.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Netflix-CEO Reed Hastings wirft einen Blick in die Zukunft des Fernsehens

  • Am 2. April 2017 um 20:23 von Marlon Luther

    Schreckliche Vorstellung.Durch eine solche Technologir währe die Verinsamung in der Gesellschaft noch höher angesiedelt als durch Mobilphon und permanenter Onlinepräsenz derzeitig. Wenn man sich den Clip henauer anschaut, sieht man schon, wie entrückt sich die Attitüde der miteinander agierenden Personen darbietet. Nichts gegen einen netten Unterhaltungswert beim Filmgenuß aber bitte nicht 24 Std am Tage.

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