Was plant Apple mit Paramount und Sony Pictures?

Apple will mit aller Macht ins Geschäft mit TV- und Fernsehinhalten einsteigen, weshalb der Konzern mit der einem oder anderen Hollywood-Studio verhandelt. So soll sich der Chef für die Online-Dienste des Unternehmens, Eddy Cue, letzte Woche mit Verantwortlichen von Paramount und Sony Pictures getroffen haben.

Worüber genau die Parteien verhandelt haben, steht noch nicht fest. Wie das Nachrichtenmagazin New York Post herausgefunden haben will, soll der iPhone-Hersteller „etwas Großes“ planen. Das Unternehmen aus Cupertino sei nicht an einem Erwerb von Fernsehinhalten interessiert. Vielmehr soll es bei den Gesprächen um „Struktur-verändernde Akquisitionen“ gegangen sein.

Apple TV ( Foto: CNET).

Apple TV ( Foto: CNET).

Die Verhandlungen mit den beiden Filmstudios zeigen einmal mehr, dass Apple sich ein Standbein in der Unterhaltungsbranche aufbauen will. Wie der Konzern dieses Vorhaben konkret umzusetzen gedenkt, darüber wird in der Branche noch immer spekuliert. Zumal die Verantwortlichen mit zum Teil widersprüchlichen Aussagen für Verwirrung sorgen. Cue erklärte einmal, dass Apple nicht in die Produktion von Fernsehsendungen einsteigen wolle. Auch soll es keine Bestrebungen geben, beim Bieterkrieg zwischen Netflix und Amazon um TV- und Kinoinhalte mitzumischen.

Die Wege Apples sind unergründlich

Dem widerspricht jedoch die Tatsache, dass der Elektronikkonzern mit „Planet of the Apps“ und „Carpool Karaoke“ zwei eigenproduzierte Serien im Portfolio hat. Bei „Planet of the Apps“ handelt es sich um eine Casting-Show, in der die besten App-Entwickler gesucht werden. „Carpool Karaoke“ ist Bestandteil der CBS-Sendung „The Late Late Show“, in dem James Corden mit Promis durch die Stadt fährt und mit ihnen Lieder singt. Das Segment wird von Apple zu einer Serie mit mehreren halbstündigen Episoden ausgebaut.

Verblendung / Girl with the Dragon Tattoo, The

Gehört zum Archiv von Sony Pictures: David Finchers „Verblendung“ mit Daniel Craig und Rooney Mara (Bild: Sony Pictures)

Mit den beiden Sendungen habe Apple „den kleinen Zeh“ ins Wasser gesteckt, sagte Konzernchef Tim Cook. Man werde daraus lernen und von da aus loslegen.

Apple hatte im vergangenen Jahr auch mit dem Filmstudio Imagine Entertainment über Geschäftsbeziehungen verhandelt. Die Gespräche waren ergebnislos geblieben. Im Mai vergangenen Jahres war zudem berichtet worden, dass der iPhone-Hersteller die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner erwägt hatte. Später hieß es, dass das Unternehmen „nicht mehr interessiert“ sei.

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