Samsung kauft Harman für acht Milliarden US-Dollar

Die Aufregung der Aktionäre hat nichts genützt. Der Übernahme-Deal zwischen Samsung und Harman International Industries ist unter Dach und Fach. Der südkoreanische Elektronikkonzern hat den US-amerikanischen Hersteller von Autoelektronik für rund acht Milliarden US-Dollar aufgekauft, wie das Unternehmen am gestrigen 11. März in einer Pressemitteilung erklärte.

„Heute ist für uns alle ein historischer Moment“, sagt Young Sohn, Präsident und Chefstratege bei Samsung. Durch den Deal würden die Kunden beider Unternehmen profitieren und: Für den Bereich vernetzte Automobile bedeute die Partnerschaft eine große Chance.

Harman Logo (Bild: Harman)

Auch Harman-Chef Dinesh Paliwal ist überzeugt, dass die Kunden sowohl seines Unternehmens als die von Samsung durch die Partnerschaft profitieren werden. Samsung habe schließlich die gleichen Überzeugungen wie Harman. Der südkoreanische Konzern nehme die Verantwortung gegenüber seinen Kunden ebenso ernst wie er mit Harman die „Kultur der Geschwindigkeit, Innovation und Umsetzung“ teile. Von dem acht Milliarden US-Dollar teuren Deal hätten auch die Harman-Aktionäre einen Vorteil, sie erhalten 112 Dollar pro Aktie, heißt es weiter in der Mitteilung.

Sind die Harman-Aktionäre zufriedengestellt?

(Bild: Samsung)

(Bild: Samsung)

Harman wird mit der Übernahme zu 100 Prozent Samsung gehören, dennoch bleibt es ein eigenständiges Unternehmen. Paliwal wird den Konzern weiterhin als CEO leiten. Die Kontrolle und der Überblick über die Geschäftstätigkeit wird in der Verantwortung von Sohn liegen, der als Vorsitzender des Aufsichtsrats bei Harman fungieren wird.

Mit dem Aufkauf von Harman steigt Samsung mit großen Schritten ins Geschäft mit Auto-Elektronik und Software für autonomes Fahren ein. Die Pläne über eine Übernahme hatte der südkoreanische Konzern im Oktober vergangenen Jahres bekannt gegeben. Sie hatten in den Reihen der Harman-Aktionäre für Aufregung gesorgt, die die Verkaufssumme von acht Milliarden Dollar für zu niedrig hielten. Doch weder ihre Kritik noch ihre eingereichte Sammelklage konnten die Verhandlungen aufhalten.

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