McKinsey-Studie: Carsharing birgt ein Billionengeschäft

In Zukunft werden die wenigsten Menschen ein eigenes Auto besitzen. Der Trend geht in Richtung Inanspruchnahme von Mobilitätsdiensten wie Carsharing oder App-basierte Taxi- und Fahrservices. Wie eine Studie der Unternehmensberatung MaKinsey ergeben hat, werden Sharing-Konzepte nicht nur immer beliebter. Der Markt entwickelt sich auch unaufhaltsam zu einem Billionengeschäft.

Laut der Untersuchung wird der Markt bis 2030 auf über zwei Billionen US-Dollar wachsen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 28 Prozent weltweit. Voraussetzung für diese Entwicklung sind allerdings technische Umrüstung, gesetzliche Rahmenbedingungen aber auch die Anpassung der Branche an den potentiellen Markt. Im Falle einer Optimierung könnten in 13 Jahren bis zu 16% aller verkauften Autos für neue Mobilitätsdienste eingesetzt werden, so McKinsey.

(Bild: DriveNow)

(Bild: DriveNow)

Das Stichwort lautet in diesem Zusammenhang „Robotaxi“, doch die Einführung selbstfahrender Taxis ist noch immer an technische, gesetzliche und wirtschaftliche Hürden gebunden ist. „Die größte Veränderung wird die sukzessive Einführung von selbstfahrenden Fahrzeugen bringen“, so Heineke. Durch „Robotaxis“, so die Argumentation, könnten neue Angebote auch in kleineren Städten wirtschaftlich werden. Durch sie würden 43% der an die Fahrer gehenden Kosten wegfallen

Vor allem in Europa ist der Markt für neue Mobilitätsdienste „wegen der unterschiedlichen Regulierung fragmentiert“, so die Forscher. In den USA und China sei man schon wesentlich weiter. Hier liege der Marktanteil etwa der E-Hailing-Anbieter bei bis zu 95 Prozent. In den USA würden die Anbieter jährlich einen Umsatz von bis zu 23,4 Milliarden Dollar erreichen, in China kommen sie sogar auf 24 Milliarden Dollar.

Die Carsharing-Branche hinkt ihren Kunden hinterher

Eine Entwicklungsbremse ist aber auch die Branche selbst. Denn ihre bestehenden Geschäftsmodelle würden nur einen geringen Teil des potenziellen Marktes decken, so McKinsey. Ein noch nicht genutztes Marktsegment ist zum Beispiel das Angebot für Pendeln aus dem Umland in die Städte und umgekehrt. „In nur wenigen Städten gibt es derzeit ein wirtschaftlich tragfähiges Modell, das Menschen aus dem Umland einschließt“, so Möller.

Das Fazit von McKinsey: Neue Mobilitätsanbieter müssten den Anforderungen der unterschiedlichen Märkte Rechnung tragen. Da sind ihre Kunden ihnen weit voraus. Auch das geht aus der Studie hervor, für die 2000 Kunden in zehn US-Städten befragt wurden: Zwei Drittel aller Befragten wollen in Zukunft die neuen Mobilitätsdienste in Anspruch nehmen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu McKinsey-Studie: Carsharing birgt ein Billionengeschäft

  • Am 13. März 2017 um 19:57 von Hans Joachim Kruegener

    Bei aller Euphorie für die neue Technik und das große Geld welches sich wenige teilen werden; schon mal überlegt wie viele Arbeitsplätze das kosten wird? Studenten die ihr Studium finanzieren, (MC Donalds kann nicht alle auffangen) Migranten ohne großen Bildungshintergrund, Rentner die sonst nicht klar kommen, etc. Das wird richtig Probleme geben für die Sozialkassen und die Binnenwirtschaft. Und das Weltweit.

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