Beinahe-Katastrophe: Kopfhörer explodiert im Flugzeug

Auf dem Flug von Peking nach Melbourne hatten die Passagiere Glück im Unglück. Wenige Stunden nach dem Start explodierten die Kopfhörer einer Frau. Die Australiieren zog sich dabei leichte Verletzungen zu.

Laut einer Pressemitteilung der australischen Flugsicherheitsbehörde Australien Transport Safety Bureau (ATSB) habe die namentlich nicht genannte Frau während des Fluges über ihre batteriebetriebenen Kopfhörer Musik gehört, als zwei Stunden nach dem Start ein Knall zu hören war.

Bild: Australian Transport Safety Bureau

Bild: Australian Transport Safety Bureau

„Als ich mich umdrehte, fühlte ich ein Brennen in meinen Gesicht“, wird die Frau von ATSB zitiert. Daraufhin habe sie die Kopfhörer von ihrem Kopf gerissen und auf den Boden geworfen. Die Flugbegleitern seien ihr zu Hilfe gekommen. Mit einem Glas Wasser habe man das Feuer schließlich gelöscht.

Bei dem Vorfall hat sich die Frau leicht verletzt. ATSB veröffentlichte auf ihrer Webseite Fotos, auf denen Rauchspuren an den Wangen der Frau zu sehen sind. Außerdem wurden ihre Haare versenkt und die rechte Hand weist Brandblasen auf.

Nachdem Vorfall hätten sich die Flugbegleiter um die Frau gekümmert, so die Flugsicherheitsbehörde. Für den Rest des Fluges hing der Geruch von geschmolzenem Plastik, verbrannter Elektronik und versengten Haaren in der Luft.

Welcher Elektronik-Hersteller macht sich grade Sorgen?

Bild: Australian Transport Safety Bureau

Bild: Australian Transport Safety Bureau

Von welchem Hersteller die Kopfhörer stammen, ist nicht bekannt. Die Behörde warnte davor, dass batteriebetriebene Geräte leicht Feuer fangen können. Zudem wies sie auf korrekten Umgang mit Elektrogeräten hin.

Es ist nicht das erste Mal, dass in einem Flugzeug ein elektronisches Gerät explodierte. Im Oktober 2016 hatte unmittelbar vor dem Flug der Southwest Airlines von Louisville nach Baltimore ein Samsung-Smartphone des Models Galaxy Note 7 Feuer gefangen. Verletzt wurde niemand, alle Passagiere wurden evakuiert. Der Vorfall ereignete sich, nachdem der südkoreanische Konzern wenige Wochen zuvor sein problembeladenes Vorzeigehandy wegen Brandgefahr aus dem Verkauf genommen hatte.

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