Warndreieck gegen Fake-News: Facebook testet neues Feature

Facebook testet ein neues Feature, mit dem das soziale Netzwerk einen weiteren Schritt im Kampf gegen sogenannte Fake-News macht. Bei dem Tool handelt es sich um ein rotes Warndreieck, das Usern als zweifelhaft banstandete Inhalte anzeigen soll.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazin The Guardian wurde das Warndreieck erstmals von Usern entdeckt, denen im News Feed von Facebook ein Artikel des US-Blogs Newport Buzz angezeigt wurde. Der Text mit der Überschrift „The Irish Slave Trade – The Slaves That Time Forgot“ berichtet von Tausenden Iren, die als Sklaven in die USA gebracht worden seien. Der Artikel wurde kurz vor dem St. Patrick’s Day am 17. März veröffentlicht und von den Usern massenhaft geteilt, so der Guardian.

Bild: Facebook

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Einige wenige Leser aber konnten in dem Inhalt dank des neuen Features eine Falschmeldung erkennen. Wollten sie den Artikel teilen, wurde das Warndreieck eingeblendet, das den Hinweis enthielt: „Disputed by [angefochten von; Red.] Snopes.com and Associated Press“. Sobald sie auf die Warnung klickten, öffnete sich ein Fenster mit weiteren Hinweisen über den angefochtenen Text.

„Manchmal teilen Menschen Fake-News, ohne zu wissen, dass es sich um solche handelt“, heißt es in dem Pop-up. „Wenn unabhängige Faktenprüfer die Meldung angefochten haben, kannst du deren Webseite besuchen, um zu erfahren, warum.“ Sollte der Leser den Post nach der Warnung dennoch weiterleiten wollen, öffnet sich ein weiteres Pop-up. Darin wird er noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Inhalt um einen angefochtenen Inhalt handelt.

Wann wird das Werkzeug gegen Fake-News marktreif?

Noch steht das neue Feature nicht für jeden User zur Verfügung, wie Facebook auf seiner Support-Seite meldet. Wann es soweit ist, ist noch nicht bekannt.

Das weltweit größte und einflussreichste soziale Netzwerk war in der Vergangenheit wegen seines nachlässigen Umgangs mit Falschmeldungen immer wieder in Kritik geraten. Im Dezember vergangenen Jahres hatte das Unternehmen angekündigt, im Kampf gegen das Phänomen mit unabhängigen Faktenprüfern zusammenarbeiten zu wollen.

Deutschland will Facebook und andere soziale Netzwerke künftig mit Gesetzen zum verantwortungsvollen Umgang mit Fake-News und Hassnachrichten zwingen. Sollten gemeldete Inhalte nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums gelöscht werden, drohen den Anbietern empfindliche Geldstrafen.

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