Facebook entwickelt Software gegen „Racheporno“

Facebook hat nicht nur das Ziel, Fake- und Hate-News auf seiner Plattform den Garaus zu machen. Das soziale Netzwerk will auch sogenannte Rachepornos mit aller Härte bekämpfen. Das teilte Konzernchef Mark Zuckerberg gestern persönlich auf seinem Facebook-Profil mit.

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Facebook-CEO Mark Zuckerberg (Bild: James Martin / CNET)

„Racheporno sind intime Fotografien, die ohne Zustimmung geteilt werden“, erklärt Zuckerberg in seinem Eintrag. Der Missbrauch intimer Aufnahmen sei falsch und verletzend, so der Unternehmer, der den Kampf gegen diesen Missbrauch als weiteren Beitrag für eine sichere Gemeinschaft bezeichnet.

Bei dem „Werkzeug“, auf das Zuckerberg in seiner knappen Mitteilung zu sprechen kommt, handelt es sich um eine auf Basis intelligenten Lernens funktionierende Software. Das Programm erkennt die Aufnahmen, die ohne Zustimmung des Betroffenen hochgeladen wurde, und verhindert eine weitere Verbreitung des Materials im Internet.

Dabei ist die Software auf die Mitarbeit der Facebook-Gemeinschaft angewiesen, die das Material gemeldet oder entfernt haben müssen. Laut Zuckerberg werde die Software neben Facebook auch auf dem sozialen Netzwerk Instagram und der Anwendung Messenger zum Einsatz kommen. Beide Online-Dienste gehören zu Facebook.

Härte gegen Täter, Hilfe für Opfer

Facebook: Video-Werbung im News-Feed soll in Kürze startenAuch die Facebook-Managerin Antigone Davis weist in einem Blog auf die neue Anti-Racheporno-Kampagne des sozialen Netzwerks hin. Dabei betont sie, dass nicht nur die gemeldeten Bild- und Videoaufnahmen von einem speziell für das Thema trainierte Team entfernt werden würden. In den „meisten Fällen“ werde auch das Konto des Nutzers gesperrt, der ohne Erlaubnis des oder der Betroffenen das kompromittierende Material online gestellt hat.

Facebook habe mit verschiedenen Unternehmen und Initiativen für die Kampagne zusammengearbeitet, schreibt Davis in dem Blog weiter. Mit einigen von ihnen kooperiere das Unternehmen auch mit Blick auf den Schutz und die Beratung von Opfern.

Facebook war zuletzt wegen seines inkonsequenten Umgangs mit Kinderpornographie in die Kritik geraten. Journalisten des britischen Senders BBC haben recherchiert, dass das soziale Netzwerk zu wenig gegen kinderpornographische Inhalte und deren Urheber unternimmt.

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