WikiLeaks: Showtime bringt Doku über Julian Assange in die Kinos

Mit der preisgekrönten Dokumentation „Citizenfour“ über den Whistleblower Edward Snowden hatte Laura Poitras auf differenzierte Weise die Ausmaße der Online-Überwachung durch US-Sicherheitsbehörden geschildert. Nun hat die Oscar-Preisträgerin mit „Risk“ einen Film über eine weitere Schlüsselfigur des digitalen Zeitalters gedreht, den umstrittenen WikiLeaks-Gründer Julian Assange.

Wie das Magazin Variety berichtet, hat sich der US-amerikanische Kabelsender Showtime die Rechte zur Doku gesichert, die er zusammen mit dem Filmstudio Neon Films auch in die US-Kinos bringen wird. Im Sommer wird das Werk dann auf Showtime zu sehen sein.

„Risk“ feiert letztes Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes Weltpremiere. Im Zentrum steht neben der umstrittenen Enthüllungsplattform auch der Mensch Assange. Für ihr Werk soll Poitras den Aktivisten rund sechs Jahre mit der Kamera begleitet haben. Dabei habe sie einen „einzigartigen“ Einblick ins Innenleben des WikiLeaks-Initiators gehabt, so Variety. Die Regisseurin soll ihren Film derzeit auf den neuesten Stand bringen, indem sie ihn um die Ereignisse während des US-Präsidentschaftswahlkampfes ergänzt.

Jullian Assange – Zwischen Aufklärung und Boulevard

WikiLeaks besteht seit 2006. Julian Assange ist von Anfang an treibende Kraft hinter der Plattform, auf der anonym geheime wie brisante Dokumente enthüllt werden können. In den Jahren seit Bestehen sorgt die Enthüllungsplattform durch Veröffentlichung Hunderttausender geheimer Daten etwa über Operationen der US-Streitkräfte in den Irak- und Afghanistan-Kriegen für Diskussionen.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange

WikiLeaks-Gründer Julian Assange (Bild: Charlie Osborne/ZDNet.com)

Aber auch die Person Assanges steht immer wieder im Mittelpunkt des Interesses. Der Aktivist befindet sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er sich vor der Auslieferung an Schweden versteckt. Die Justiz des Landes wirft ihm sexuellen Missbrauch zweier Frauen vor. Assange bestreitet dies und behauptet, Opfer einer politischen Verfolgung zu sein. Er befürchtet, dass Schweden ihn an die USA ausliefern würde, wo ihm der Prozess wegen Geheimnisverrats gemacht werden würde. Aktuell diskutiert die Boulevardwelt über eine angebliche Liebesbeziehung des Aktivisten zur ehemaligen „Baywatch“-Nixe Pamela Anderson.

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