US-Justiz vor Durchbruch? Wird Julian Assange verhaftet?

Ist Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft vor dem Zugriff der Justizbehörden noch sicher? Anscheinend haben US-Ermittler einen Weg gefunden, dem WikiLeaks-Gründer den Prozess zu machen. Dies berichten der US-Sender CNN und das Nachrichtenblatt Washington Post unabhängig voneinander.

Demnach ermitteln die US-Behörden bereits seit 2010 gegen Assange und seine Enthüllungsplattform. Bisher war der Aktivist durch das Recht auf Meinungsfreiheit geschützt. Zudem soll WikiLeaks bei den Enthüllungen nicht alleine agiert haben, sondern in Zusammenarbeit mit US-Medien. Diese hätten ferner ebenfalls geheime Unterlagen auf ihren Plattformen veröffentlicht, wie CNN mit Blick auf die New York Times berichtet.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange

WikiLeaks-Gründer Julian Assange (Bild: Charlie Osborne/ZDNet.com)

Nun hätten die Ermittler einen Weg gefunden, um mit ihren Ermittlungen voranzukommen, so der Sender weiter. Angeblich können sie beweisen, dass WikiLeaks etwa im Fall der Enthüllungen durch Edward Snowden eine aktive Rolle gespielt habe. Aber auch die Whistleblowerin Chelsea Manning soll auf Anweisung der Enthüllungsplattform gehandelt haben, wie CNN unter Berufung auf die Erkenntnisse des CIA-Direktors Mike Pompeo schreibt.

Ist WikiLeaks Helfer oder Täter?

WikiLeaks hatte 2010 rund 250.000 Unterlagen von US-Behörden veröffentlicht, wodurch Details zum Vorgehen der US-Armee in den Irak- und Afghanistan-Kriegen bekannt wurden. Unmittelbare Quelle der Enthüllungsplattform war der damalige Soldat und IT-Spezialist Bradley Manning, der sich heute nach einer Geschlechtsangleichung Chelsea nennt. Sie wurde verhaftet und zu 35 Jahren verurteilt, bis Ex-Präsident Barack Obama sie kurz vor Ende seiner Amtszeit begnadigte.

Assange befindet sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er sich vor der Auslieferung an Schweden entzieht. Die Justiz des Landes wirft ihm sexuellen Missbrauch zweier Frauen vor. Assange bestreitet dies und behauptet, Opfer einer politischen Verfolgung zu sein. Er befürchtet die Auslieferung von Schweden in die USA, wo ihm wegen Geheimnisverrats die Todesstrafe droht.

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