Studie beweist: Smartphones machen uns kurzsichtig

Die Zahl der an Kurzsichtigkeit leidenden Menschen in Deutschland nimmt zu. Das hat eine Studie der Universität Mainz ergeben. Einer der Hauptgründe ist die immer häufigere Nutzung von Smartphones vor allem von jüngeren Menschen.

Wie die Mainzer Forscher herausgefunden haben, leidet heute mehr als die Hälfte der Abiturienten und Hochschulabsolventen unter Kurzsichtigkeit. Tendenz steigend, wie der Direktor der Augenklinik der Unimedizin Rostock, Anselm Jünemann, bemerkt. Das Problem werde „noch weiter zunehmen“, wird der Mediziner vom Nachrichtenmagazin Focus heute zitiert.

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Dass die häufige Smartphone-Nutzung sich negativ auf das Sehvermögen der Nutzer auswirkt, liegt für Augenärzte auf der Hand. Denn verantwortlich für Myopie, so der Fachbegriff für Kurzsichtigkeit, ist übermäßige Naharbeit. Da Smartphones heutzutage ständige Begleiter von Kindern und Jugendlichen ist und es diesen immer mehr an ausgleichendem Weitblick im Freien und bei Tageslicht fehlt, nimmt das Phänomen zu.

Wenn ein Auge immer wieder und häufiger Naharbeit leisten muss, bekommt es das Signal zu wachsen. Und dieses Wachstum ist unumkehrbar, betont Jünemann. „Das ist wie bei einem Luftballon. Je stärker der aufgeblasen wird, desto dünner wird er.“ Das Wachsen des Augapfels führe zu einer schlechteren Durchblutung und damit zur Missbildung der Netzhaut.

Die Ärzte warnen: Mit der Zunahme der Kurzsichtigkeit in der Bevölkerung droht eine neue Volkskrankheit. Mit schwerwiegenden Folgen für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft. Zudem würden damit persönliche Enttäuschungen einhergehen, da Kurzsichtige bei ihrer Berufswahl stark eingeschränkt sind. Vor diesem Hintergrund fordern die Mediziner, die Gesellschaft für die Wechselwirkung zwischen Smartphone-Nutzung und Kurzsichtigkeit zu sensibilisieren.

Menschliches Verhalten beeinflusst Sehstärke

Die Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz hatte bereits vor knapp drei Jahren in einer Studie nachgewiesen, dass menschliches Verhalten einen größeren Einfluss auf die Kurzsichtigkeit hat als genetische Faktoren. So stellten die Mediziner einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Bildung und Sehvermögen fest. Je höher der Bildungsgrad eines Menschen ist, so die Erkenntnis, umso größer ist seine Fehlsichtigkeit.

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