Frankreich: Datenschutzbehörde CNIL verhängt Strafe gegen Facebook

Facebook ist in Frankreich wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten verurteilt worden. Die französische Datenschutzbehörde CNIL verhängte gegen den Betreiber des größten sozialen Netzwerkes der Welt eine Strafe von 150.000 Euro.

Dies berichten verschiedene Medien, darunter die Nachrichtenagentur Reuters Deutschland. Die Pariser Behörde wirft dem Unternehmen vor, private Nutzerdaten für gezielte Werbung auszuwerten. Ferner verfolge Facebook durch das Tracking mittels Cookes die Aktivitäten der Nutzer auf anderen Seiten. Damit verstoße Facebook gegen die geltenden französischen Vorschriften.

Bild: Facebook

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CNIL hatte Facebook bereits Anfang 2016 aufgefordert, das französische Recht einzuhalten. Zudem verlangte die Behörde von dem Unternehmen den Stopp bestimmter personenbezogener Daten in die USA. Facebook hat nicht innerhalb von drei Monaten angemessen reagiert. Stattdessen erklärte der Konzern, dass Frankreich in der Sache nicht zuständig sei, da sich die europäische Zentrale des Unternehmens in Irland befinde.

Die nun verhängte Strafe ist die höchstmögliche, die die Behörde verhängen kann. Facebook hat vier Monate Zeit, um gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen. Wie das Unternehmen reagieren wird, ist nicht bekannt, eine Stellungnahme zum Sachverhalt liegt noch nicht vor.

Auch in anderen europäischen Ländern drohen Strafen

Neben Frankreich steht Facebooks Umgang mit den Daten seiner Nutzer auch in anderen westeuropäischen Ländern auf dem Prüfstand. Auch Datenschützer in Deutschland, der Niederlande, Belgien und Spanien kritisieren die Datenschutzrichtlinien des Unternehmens. In Spanien sollen laut einem Bericht des Online-Magazins heise zwei Verfahren gegen Facebook eingeleitet worden sein.

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