Studie: Smartphone-Abhängigkeit nimmt weltweit zu

Die Abhängigkeit der Menschen von ihrem Smartphone und anderen internetfähigen Geräten nimmt weltweit zu. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von B2X gelangt, die in Kooperation mit Prof. Dr. Anton Meyer vom Institut für Marketing und Prof. Dr. Thomas Hess vom Institut für Neue Medien an der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt wurde.

Laut den Experten werden vor allem junge Menschen immer abhängiger von ihrem Smartphone. Und als wäre das Handy nicht genug, für das die Nutzer immer mehr Geld auszugeben bereit sind, schaffen sich viele Verbraucher zusätzlich IoT-Geräte an. „Unsere Studie bestätigt, wie sehr wir Menschen von Smartphones und IoT-Geräten abhängig sind“, erklärt Rainer Koppitz, CEO von B2X, dem Anbieter von Customer-Care-Lösungen für Smartphones und IoT-Geräte. „Menschen verlassen sich mehr denn je auf ihre Geräte und darauf, dass sie jederzeit funktionieren.“

Jung, dynamisch, Smartphone-abhängig! 25% der Millennial-Generation verbringen mehr als 5 Stunden täglich am Mobiltelefon.

Jung, dynamisch, Smartphone-abhängig! 25% der Millennial-Generation verbringen mehr als 5 Stunden täglich am Mobiltelefon. (Bild: B2X Care Solutions/oneinchpunch)

Laut der Studie verbringen 25 Prozent der sogenannten Millenials, also junge Menschen, die zwischen 1980 bis 1999 geboren wurden, über fünf Stunden am Tag mit ihrem Handy. Die Hälfte von ihnen verbringt drei Stunden am Tag mit dem Gerät. Von den älteren Semestern, den sogenannten Babyboomern, geboren zwischen den 1950er und 1960er Jahren, ist jeder vierte drei Stunden am Tag in der virtuellen Smartphone-Welt eingetaucht.

Weitere Studienergebnisse: Ein Viertel aller Millenials überprüft mehr als 100 Mal ihr Handy, im Vergleich zu einem Zehntel bei der Babyboomer-Generation. Die Hälfte aller Millenials schaut 50 Mal aufs Handy, dreimal so viele wie Babyboomer (15.9%). Nicht wenige sind so abhängig von ihrem Smartphone, dass sie lieber auf Gehaltserhöhungen, Urlaub oder gar Zeit mit Familie und Lebenspartner verzichten würden, als sich für eine bestimmte Zeit vom Handy zu trennen. Vier Prozent der Befragten würden sich einen Monat ins Gefängnis einsperren lassen, als für ein Jahr das Smartphone abzugeben.

Wir wollen immer mehr vernetzt sein

Mit der Handysucht wächst auch die Abhängigkeit von IoT-Geräten. Tendenz hier wie da steigend. Laut B2X wird die Anschaffung von internetfähigen Geräten um einen dreistelligen Prozentbereich anwachsen. Für Virtual-Reality-Brillen erwarten Experten einen Anschaffungsanstieg von bis zu 250 Prozent, der Besitz von Smart-Home-Geräten wird demnächst sogar um 330 Prozent angestiegen sein. „Menschen wollen alles in ihrem Leben digital vernetzen: Sie wollen ihr Zuhause automatisieren, Virtual Reality erleben und Smart Digital Assistants verwenden – und all das passiert genau jetzt“, sagt Prof. Dr. Thomas Hess.

Für die Studie wurden mehr als 2.600 Menschen in Brasilien, Deutschland, Indien, Russland und den USA befragt.

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