Angst vor Amazon? Drogeriekunden würden den Läden vor Ort treu bleiben!

Was passiert, wenn der Online-Versandhändler Amazon demnächst mit einer Eigenmarke ins Drogeriegeschäft einsteigt? Werden die meisten Kunden etablierter Drogerien zum Onlineshop des Internetgiganten wechseln, um die Produkte hier schneller und günstiger zu erwerben? Und das alles, ohne sich die Mühe zu machen, in die oft überfüllten Läden zu gehen? Nein, so schnell lässt sich die Drogeriekundschaft nicht abwerben. Zumindest nicht hierzulande, wie eine Studie des Marktforschungsunternehmens YouGov zeigt.

Demnach zeigen sich von den 1031 befragten Personen ab 18 Jahren nur 21 Prozent offen für ein Drogerieprodukt von Amazon. Rund ein Drittel (32 Prozent) lehnen die Eigenmarken des Onlineriesen ab. 31 Prozent sind sich noch unsicher, wie sich das Online-Angebot Amazons auf sie auswirken würde. Die Frage, ob der Online-Versandhändler mit seinem Einstieg ins Drogeriegeschäft den Händlern gefährlich werden könnte, verneinen 37 Prozent der Befragten. 31 Prozent glauben, dass der Markt für Rossmann, dm und Co. einbrechen wird.

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Der Vorteil einer Drogerie vor Ort: Man kann sich von Mitarbeitern beraten lassen (Bild: dm)

Lieber schnell in den Laden gehen?

Wann Amazon seine Pläne umsetzen wird, steht noch nicht fest. Würde der Konzern seine Drogerieprodukte heute auf den Markt bringen, dann sähe es schlecht für ihn aus. Vor allem bei uns Deutschen ist der Online-Einkauf von Drogeriewaren derzeit nicht sonderlich beliebt. Nur 13 Prozent der Befragten geben an, entsprechende Produkte bereits in Online-Shops eingekauft zu haben. Die meisten setzen noch immer auf den Drogeriehändler vor Ort. 81 Prozent kaufen lieber hier ein als via Internet.

Laut Medienberichten soll Amazon im Zuge seines Einstiegs ins Drogeriegeschäft mit diversen Herstellern zusammenarbeiten, die für das Unternehmen unter anderem Körperpflege-Produkte herstellen sollen. Preislich werden die zwischen den günstigen Eigenmarken der Drogerien und den teureren Markenwaren anderer Hersteller angesiedelt sein. Neben der Treue ihrer Kundschaft dürften auf die Drogeriemärkte aber auch die Pläne des neuen Konkurrenten beruhigend wirken. Amazon plant, neben seinen eigenen auch die Produkte von Rossmann, dm und Co. in seinen virtuellen Regalen aufzunehmen.

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