„Ich freue mich auf Gmail“ – Kritisiert Marissa Mayer damit Yahoo?

Am Dienstag dieser Woche wurden die Übernahmeverhandlungen zwischen Verizon und Yahoo abgeschlossen. Bald darauf hat sich Yahoo-Chefin mit einer E-Mail offiziell von den Mitarbeitern verabschiedet. Die Zukunft der Informatikerin und Unternehmerin ist ungewiss. Oder zieht es die 42-Jährige zurück zu ihrem ehemaligen Arbeitgeber Google? Auf einer Konferenz in London wurde jedenfalls deutlich, dass sie offenbar noch immer ein inniges Verhältnis zu dem Internet-Giganten und seine Dienste hat.

Vor allem Gmail hat es Mayer noch immer angetan. Kein Wunder hat sie doch wesentlich zu Design und Funktionsweise des Dienstes beigetragen. „Ich freue mich darauf, zurück zu Gmail zu gehen“, soll Mayer laut einiger Twitter-Nutzer gesagt haben, die offenbar auf der besagten Konferenz anwesend waren. „Ich bin immer schneller, wenn ich Tools benutze, die ich selbst designt habe“.

Google: GMail-Nutzer dürfen keine Privatsphäre erwarten (Bild: Google)

Klar, in der Aussage ist ein Lob ihres ehemaligen Arbeitgebers aber auch eine indirekte Anerkennung der eigenen Leistung nicht zu überhören. Ist die Aussage aber auch als versteckte Kritik Yahoos zu verstehen? Als dessen Krisenmanagerin Mayer nicht nur gescheitert ist, sondern wo sie sich vielleicht nicht sonderlich wohlgefühlt hat?

Mayer um Schadenbegrenzung bemüht

Offenbar merkte Mayer selbst, dass ihre scheinbar harmlose Aussage einiges an Zündstoff birgt. Weshalb sie sich bald darauf auf Twitter zu Wort meldete und sich um Schadenbegrenzung bemühte. Natürlich wird sie weiterhin auch Yahoo Mail benutzen, schreibt sie. Der Dienst sei schließlich „exzellent“ und die Yahoo-Mitarbeiter hätten ein „dramatisch besseres Produkt“ kreiert.

Ob Yahoo Mail nun schlecht oder gut ist, sei dahingestellt. Google jedenfalls dürfte sich über das indirekte Lob oder auch: die Schleichwerbung einer prominenten Informatikerin und Managerin gefreut haben. Und wer weiß, vielleicht findet der Konzern demnächst auch wieder eine Stelle für seine ehemalige Mitarbeiterin, die 13 Jahre bei ihm als Informatikerin und Produktentwicklerin tätig war und an Diensten wie Google Doodles, Google Suche und eben Gmail maßgeblich beteiligt war.

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