4K UHD setzt sich in Deutschland immer mehr durch

Der neue TV- und Videostandard 4K UHD hält immer mehr Einzug in den deutschen Heimkinos. Was nicht nur an der weitaus besseren Bild- und Soundtechnik als beim HD-Format liegt, sondern sich auch und vor allem den kontinuierlich sinkenden Preisen für die Abspielgeräte verdankt.

So kosten 4K UHD-Player heute schon unter 200 Euro. Hinzu kommen Videospiel-Konsolen wie die XBox-One-Serie von Microsoft und PlayStation 4 von Sony, auf denen sich 4K UHD-Inhalte abspielen lassen. Die logische Folge: Das digitale Format ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Über 150 Spielfilme aus den unterschiedlichsten Genres stehen laut der FAM, der Gesellschaft zur Förderung Audiovisueller Medien, Filmliebhabern  heute bereits auf 4K UHD Blu-ray zur Verfügung. Bis Ende dieses Jahres werden es doppelt so viele sein wie noch 2016. Tendenz steigend.

Philips BDM3275UP (Bild: MMD)

Philips BDM3275UP (Bild: MMD)

Denn neben der Tatsache, dass Abspielgeräte immer günstiger werden, schreitet die Technik immer weiter voran. Seit diesem Jahr etwa bieten Titel wie „Ich, einfach unverbesserlich“ das Bildformat Dolby Vision an, das das Bild während der Wiedergabe optimiert. Aber auch an der Tonqualität wird weiter gearbeitet. Paramount Pictures zum Beispiel will künftig auf 4K-UHD-Filme setzen, die mit dem atmosphärischen Sound-System Dolby Atmos ausgestattet sind.

4K UHD ist ein Bildformat, das mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten und insgesamt acht Millionen Pixeln ein vier Mal schärferes Bild als High Definition ermöglicht. Neben der erhöhten Anzahl von Bildpunkten wird das Bild durch die Kombination aus erweitertem Kontrast, dem sogenannten „High Dynamic Range“ (HDR), und einem größeres Farbspektrum weiter optimiert. Durch Soundsysteme wie Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D bekommt auch der Sound mehr Sättigung und Tiefe.

Auch die Minions aus der "Ich - Einfach unverbesserlich"-Reihe sehen mit 4K UHD schärfer aus

Auch die Minions aus der „Ich – Einfach unverbesserlich“-Reihe sehen mit 4K UHD schärfer aus (Bild: Universal Pictures)

Aus Zwei mach‘ Eins

Übrigens, die Bezeichnung 4K UHD ist eine zum Standard erhobene Irreführung. Dabei handelt es sich im Grunde um eine begriffliche Verschmelzung zweier unterschiedlicher Auflösungsarten. UHD (Ultra High Definition) oder auch: UHD 1 weist 3840 x 2160 Bildpunkte auf, 4K kommt mit 4096 x 2160 Pixeln. Letzteres Format wird in digitalen Kinos verwendet. Heute wird der Begriff 4K in Kombination mit UHD zur Bezeichnung von Heimkino-Systemen mit der Auflösung 3.840 x 2.160 Pixeln verwendet. Die nächste Stufe von Ultra High Definition wird als UHD 2 resp. 8K bezeichnet und weist die Auflösung 7680 x 4320 auf.

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