Amazon-Mitarbeiter streiken während des Prime Day

Die Aktion war zu erwarten, entsprechend hatte sich Amazon darauf eingestellt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zum heutigen Prime Day zum Streik gegen den Online-Versandhändler aufgerufen. In mehreren deutschen Städten haben Mitarbeiter einmal mehr ihre Forderung nach gerechterer Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen bekräftigt.

„Heute ist Prime Day bei Amazon, jede Stunde gibt es ein neues Sonderangebot, da haben Streiks eine besondere Wirkung“, wird Verdi-Streikleiter Thomas Schneider von den Medien zitiert. Die Dienstleistungsgewerkschaft rechnet mit insgesamt rund 400 Streikenden. Betroffen sind unter anderem die Amazon-Standorte Leipzig, Bad Hersfeld, Koblenz, Rheinberg und Werne.

Amazon: Doch kein kostenloses Smartphone in Planung? (Foto: CNET.com)

Gretchenfrage: Ist Amazon ein Versandhändler oder Logistiker?

Der Konflikt zwischen Amazon und Verdi dauert nun schon seit Mitte 2013. Verdi fordert von dem Online-Warenhändler einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Die Dienstleistungsgewerkschaft bezeichnete Amazon als „Lohndrücker der Branche“. Während andere Versandhändler „faire Löhne nach Tarif bezahlen, hält man bei Amazon scheinbar wenig von gerechter Bezahlung.“

Amazon will von den Forderungen nichts wissen. Der US-Konzern sieht sich als Logistiker und verweist darauf, dass er seine Beschäftigten vergleichsweise gut entlohnt. Angesichts der neuen Streikwelle zeigt sich das Unternehmen wenig eingeschüchtert. Diese würden keinerlei Auswirkungen auf den Prime Day und das „Kundenversprechen“ des Konzerns haben. Man habe sich auf die Streiks vorbereitet.

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