Berliner Startup kauft Webseite von Tennislegende Boris Becker

Dass Boris Becker in finanziellen Schwierigkeiten stecken soll, ist hinlänglich bekannt. Die Tennislegende soll hochverschuldet sein und gilt als zahlungsunfähig. Nun ist der 49-Jährige auch noch seiner offiziellen Homepage verlustig geworden. Die wurde nämlich versteigert. Neuer Besitzer der Domain ist das Berliner Startup Sparheld.de, das die Webseite für 827,60 Euro gekauft hat.

Zwar verlinkt Boris Becker von seinen Facebook- und Twitter-Accounts noch immer auf borisbecker.com. Wer die Seite aber aufruft, der findet keine Informationen rund um den dreifachen Wimbledon-Sieger. Stattdessen ist ein kurzer Text eingeblendet, der von den neuen Domain-Besitzern verfasst wurde. „Lieber Boris“, heißt es in dem persönlichen Schreiben, „mit etwas Wehmut haben wir die Schlagzeilen um Deine Person in den vergangenen Tagen zur Kenntnis genommen. Als Ikone des Tennissports und gefeierter Star hast Du uns in den vergangenen Jahrzehnten begeistert.“

Boris Becker

Boris Becker (Bild: Studio Harcourt)

Nach einem kurzen Abriss der wichtigsten Stationen in der Sportkarriere Beckers, schließt der Text mit einer Anmerkung zur Motivation für den Kauf. „Leider mussten wir mit bedauern feststellen, dass Deine Webseite zur Auktion stand. Damit mit Deiner Domain kein Schindluder getrieben wird, haben wir uns diese gesichert und bewahren sie für Dich auf.“ Becker könne sich jederzeit bei den neuen Besitzern melden. Ob er das bereits getan hat, ist nicht bekannt.

Der Name Boris Becker soll nicht geschädigt werden

Von einem wirtschaftlichen Kalkül will sich Sparheld.de bei dem Kauf also nicht geleitet haben lassen, wie Henning Kruthaup, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Welt noch einmal betont. „Es ist einfach seine Marke, und es sind seine Rechte an der Marke. Dementsprechend wollen und können wir damit gar nichts Kommerzielles machen. Wir wollten einfach nicht, dass sich jemand die Domain sichert und etwas damit macht, das den Namen ‚Boris Becker‘ noch weiter schädigt.“

Boris Becker in Aktion: 1994 bei den Thriftway ATP Championships in Cincinnati

Boris Becker in Aktion: 1994 bei den Thriftway ATP Championships in Cincinnati (Bild: James Phelps)

Wieso Beckers Homepage zum Verkauf stand, ist nicht bekannt. Der ehemalige Tennisprofi wurde vor wenigen Wochen von einem Londoner Gericht für bankrott erklärt. Er soll einer Privatbank vier Millionen Euro schulden. Außerdem fordert sein ehemaliger Geschäftspartner Hans Dieter Cleven von ihm 40 Millionen Franken.

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