Frei von PC und Handy: Facebook entwickelt Standalone VR-Brille

Viele Tech-Unternehmen setzen auf das Thema virtual Reality. Nur steht dieser Wirtschaftszweig sich selbst noch ein wenig im Weg. Vielen Nutzern ist die Technologie dafür noch immer zu teuer und/oder schwerfällig. Dem will Facebook nun entgegenwirken. Das Tochterunternehmen des sozialen Netzwerks, Oculus, arbeitet an einer VR-Brille, die nicht nur kostengünstig ausfallen, sondern auch Standalone-Charakter haben wird.

Derzeit gibt es auf dem Markt zwei Technologien für VR-Brillen. Die eine, kostengünstigere Variante wird in ein Smartphone eingelegt. Hierzu gehört etwa Samsungs Gear VR. Dann gibt es VR-Brillen, die man an einen leistungsstarken PC anschließt und die wesentlich teurer sind als der andere Typus. Ein Beispiel dafür ist Facebooks Oculus Rift.

Oculus Rift (Screenshot: ITespresso)

Oculus Rift (Screenshot: ITespresso)

Wie das Magazin Bloomberg gestern unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, arbeitet Facebook an einem Gerät, dass die Lücke zwischen beiden Varianten schließen soll. Es soll intern den Namen „Pacific“ tragen, sich preislich bei rund 200 US-Dollar bewegen und zur sogenannten Kategorie „standalone VR“ gehören. Es geht also um ein Headset, das ohne Anbindung an ein Smartphone oder PC auskommen wird.

Kompakte VR-Brille zum Spielen und Videos schauen

Die VR-Brille werde kompakter ausfallen als Oculus Rift und leichter sein als Samsungs Gear VR, das zusammen mit einem Smartphone knapp 460 Gramm auf die Waage bringt. Laut Bloomberg werde man damit Games spielen, Videos schauen aber auch mit anderen Nutzern kommunizieren können. Design und Features des „Pacific“ sind noch nicht bekannt. Die Hardware dafür wird der chinesische Hersteller Xiaomi mit seinem „Netzwerk aus Vertragspartnern“ (Bloomberg) produzieren.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte das Projekt eines preisgünstigen und kompakten VR-Headsets bereits letztes Jahr auf der Entwicklerkonferenz von Oculus vorgestellt. Auf Einzelheiten war der Unternehmer damals nicht eingegangen, hatte aber versichert, dass eine solche VR-Brille eines Tages „existieren“ werde. Laut Bloomberg soll das Gerät nächstes Jahr vorgestellt und im gleichen Jahr in den Handel kommen.

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