Ende der Menschheit? Elon Musk warnt vor künstlicher Intelligenz

Wer glaubt, dass Elon Musk zu den ausnahmslosen Befürwortern des Phänomens künstliche Intelligenz gehört, der irrt. Der Unternehmer, dessen Elektroauto-Konzern Tesla immerhin maßgeblich an der Entwicklung autonomer Fahrsysteme beteiligt ist, gebärdet sich immer wieder und immer lauter als Kritiker des Roboter-Zeitalters. Dieser Haltung hat er in einem jüngsten Interview einmal mehr Ausdruck verliehen.

Während einer Sitzung der National Governors Association in Rhode Island bezeichnete der 46-Jährige die künstliche Intelligenz als die größte Gefahr für Menschheit. Das Phänomen repräsentiere „ein fundamentales Risiko für die Existenz der menschlichen Zivilisation, so, wie es Autounfälle, Flugzeugabstürze, Drogen oder schlechtes Essen nie sein werden“, mahnte Musk.

Elon Musk im Jahr 2011

Elon Musk im Jahr 2011 (Bild: Maurizio Pesce)

Er wolle nicht alarmierend klingen, doch hätte er Zugang zur modernsten künstlichen Intelligenz, die es auf der Welt gibt. Daher glaube er, dass die Menschen durchaus besorgt deswegen sein sollten.

Regulierende Gesetze sind notwendig

Musk plädiert dafür, die künstliche Intelligenz mit Hilfe von Gesetzen im Zaum zu halten. Zwar sei er grundsätzlich gegen staatliche Überregulierung. Doch sei künstliche Intelligenz einer der wenigen Fälle, in dem man proaktiv handeln sollte. Normalerweise reagieren Regierungen mit reichlich Verzögerung, wenn es um die Einführung neuer Gesetze geht. Im Falle von künstlicher Intelligenz aber könnte ein zu spätes Handeln ein Risiko für die „Existenz der Zivilisation“ bedeuten, so Musk.

Das Interview in Rhode Island war nicht der erste Vorstoß Elon Musks gegen die künstliche Intelligenz. Bereits vor drei Jahren hatte er auf dem Kurznachrichtendienst vor dem Phänomen gewarnt. Künstliche Intelligenz würde sogar eine größere Gefahr für die Menschheit bedeuten als Atomwaffen, schrieb er damals.

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Andererseits reagiert der Unternehmer immer wieder empfindlich auf Kritiker, die gegen das autonome Fahren wettern. Ende vergangenen Jahres griff der Tesla-Chef etwa die Medien an, die nicht aufgeschlossen genug gegenüber der Autopilot-Technologie seien. Seiner Meinung nach würden die Pressevertreter „Menschen töten“, da sie mit ihrer Haltung die Entwicklung der weitaus sicherer als Menschen fahrenden Autopiloten bremsen würden.

Bedeutet künstliche Intelligenz das Aus für die Menschheit?

Mit seiner in Rhode Island vorgetragenen Kritik steht Musk nicht alleine da. Zu den entschiedenen Gegnern der künstlichen Intelligenz gehört auch der britische Astrophysiker Stephen Hawking. Der Wissenschaftler findet immer wieder dramatische Worte, um vor den Risiken des Maschinen-Zeitalters zu warnen. „Die Entwicklung vollständiger Künstlicher Intelligenz“, sagte er vor drei Jahren in einem Interview, „könnte das Ende der Menschheit bedeuten“.

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