Nur für Unternehmen: Alphabet wagt mit Google Glass neuen Versuch

Googles Mutterkonzern Alphabet hat sein Projekt Google Glass noch nicht ad acta gelegt. Das Unternehmen bringt die Datenbrille wieder auf den Markt. Dabei hat es eine neue Zielgruppe anvisiert. Bei den Endverbrauchern gescheitert, soll die Brille nun in Unternehmen zum Einsatz kommen.

Bei der Google Glass Enterprise Edition handelt es sich um eine optisch und technisch modifizierte Variante des Vorgängermodells. Dieses hatte Alphabet über sein Tochterunternehmen X Company im Jahr 2012 vorgestellt. Gedacht war die Google Glass mit eingebauter Kamera und Internet-Anschluss für den Endverbraucher. Doch so recht konnte das Konzept nicht fruchten. Die Verkaufszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück. Zudem war es immer wieder zu Vorwürfen wegen Datenschutzmissbrauchs gekommen.

Google Glass Enterprise Edition

Google Glass Enterprise Edition (Bild: Alphabet)

Nun soll die „Enterprise Edition“ unter anderem in Industrie-, Dienstleistungs- und Gesundheitssektoren Anwendung finden. Die Datenbrille soll Arbeiter dahingehend unterstützen, als sie für die Tätigkeitsausübung notwendige Informationen auf den Bildschirm überträgt. Greifbare Daten- und Informationsträger wie Handbücher, Nachschlagewerke und Notizbücher werden nicht mehr benötigt. Auf diese Weise könne sich der Arbeiter auf seine Arbeit konzentrieren, ohne abgelenkt zu werden, heißt es von X Company. Durch den Sprachbefehl „OK Glass“ wird die entsprechende Software aufgerufen.

VW und DHL sind bereits Kunden von Google Glass

Alphabet soll bereits mehr als 50 Partnerunternehmen gewinnen können, darunter Samsung, Volkswagen, DHL, McKinsey & Company und die Supermarktkette Penny. Der Discounter nutzt die Google Glass laut der Bild-Zeitung in Logistikzentren in Rumänien, wo Mitarbeiter über eine speziell entwickelte App Bestellungen bearbeiten können. DHL testet die Möglichkeit, über die Brille Sendungen zu verfolgen.

Ein DHL-Mitarbeiter arbeitet mit der Google Glass Enterprise Edition

Ein DHL-Mitarbeiter arbeitet mit der Google Glass Enterprise Edition (Bild: Alphabet)

Verkaufen wird Alphabet die Google Glass nicht selbst, sondern über ein Netzwerkt aus Kooperationspartnern, die auch die jeweiligen Software entwickeln. Über den Preis pro Brille hat der Konzern bisher keine Angaben gemacht. Doch wird der wohl von der jeweiligen Konfiguration abhängig sein.

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