Google wollte Snapchat-Betreiber angeblich für 30 Milliarden Dollar aufkaufen

Diese Nachricht wird die Aktionäre von Snap Inc besonders geärgert haben. Der seit geraumer Zeit kriselnde Betreiber des Instant-Messaging-Dienstes Snapchat war – und ist vielleicht noch immer – das Objekt der Begierde von Google. Der Internetriese wollte den Konzern für eine stattliche Summe übernehmen, stieß aber auf Ablehnung von CEO Evan Spiegel.

Wie das Magazin Business Insider von unbekannten Insidern erfahren hat, wollte sich Google im vergangenen Jahr, also vor Snaps Börsengang, die Übernahme rund 30 Milliarden US-Dollar kosten lassen. Doch Spiegel wollte nicht mitspielen, wie es heißt. Ob an dieser Nachricht was dran ist oder ob es sich nur um ein Gerücht handelt, bleibt abzuwarten. Will man Snap glauben, so sei die Information schlicht „falsch“. Google hat den Sachverhalt noch nicht kommentiert.

(Foto: CNET).

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Wahr oder falsch, Fakt ist, dass Snap offenbar hartnäckig an der Idee festhält, sich nicht zum Verkauf anzubieten. Dabei wollte Google den Snapchat-Betreiber bereits vor vier Jahren übernehmen. Doch die damalige Übernahmesumme von vier Milliarden Dollar war Spiegel zu gering. Auch Facebook war an Snap interessiert, die drei Milliarden Dollar des sozialen Netzwerks reichten aber erst recht nicht aus. Facebook dürfte sich später gerecht haben, als der Konzern mehrere Snapchat-Funktionen in seinen sozialen Netzwerken, darunter WhatsApp und Instagram, übernahm.

Knirschen die Snap-Anleger mit den Zähnen?

Snapchat-LogoDas angeblich fehlende Interesse Spiegels, Snap zu verkaufen, dürfte bei den Anlegern nicht sonderlich gut ankommen. Das Unternehmen verliert immer mehr an Boden. Aktuell liegt der Aktienwert bei rund 12 Dollar, während der Konzern mit 14 Milliarden Dollar bewertet wird. Ein dramatischer Sturz um rund zehn Milliarden Dollar ist das im Vergleich zum Ausgabepreis. Als Snap im März dieses Jahres an die Börse ging, lag der IPO (Initial Public Offering) bei 24 Milliarden Dollar.

Laut Medienberichten soll Google nach wie vor an Snap interessiert sein. Der IT-Gigant will im Bereich soziales Netzwerk endlich Fuß fassen, nachdem seine Dienste Google Buzz und Google Plus bei Nutzern wenig Anklang fanden. Ob der hartnäckige Spiegel nachgeben und Googles Angebot annehmen wird, bleibt abzuwarten. Dann müsste er sich aber mit einem deutlich niedrigeren Kaufpreis arrangieren.

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