Keine Angst vor Donald Trump: USA nach wie vor beliebtes Reiseziel der Deutschen

Als Donald Trump im November letzten Jahres zum 45. Präsidenten der USA gewählt wurde, geriet auch die US-Tourismusbranche in Sorge. Umsonst! Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat offenbar nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Auch nicht für die Deutschen, die laut dem deutschen Interessensverband Visit USA Committee Germany e.V. und der US-Marketingorganisation The Brand USA nach wie vor gerne dorthin reisen.

Wie die beiden Institutionen in einer gemeinsamen Stellungnahme mitteilen, erreichten die deutschen US-Buchungen im vergangenen Jahr den dritthöchsten Stand überhaupt. Damit liegt das Wahljahr hinter den beiden vorausgegangenen Jahren. 2014 hatten die Einreisezahlen mit 2,06 Buchungen zum ersten Mal die Zwei-Millionen-Marke durchbrochen. Im Jahr darauf freute sich die US-Tourismusbranche über einen neuen Höchststand. Insgesamt reisten 2015 rund 2,27 Millionen Deutsche in die Vereinigten Staaten.

US-Flagge

US-Flagge (Bild: Shutterstock)

Damit verteidigt Deutschland seinen Platz als viertgrößter Überseemarkt für die US-amerikanische Tourismusbranche nach Großbritannien, Japan und China. „Wir sind sehr froh, dass die USA trotz eines im Jahr 2016 für deutsche Urlauber ungünstigen Wechselkurses zum US-Dollar erneut so viele deutsche Reisende anziehen konnten“, sagt Hans Gesk, Präsident des Visit USA Committee Germany, in einem Statement. Die Vereinigten Staaten seien nach wie vor „eines der vielseitigsten und faszinierendsten Reiseziele der Erde.“

Preise für USA-Reisen fallen

In der Branche ist man zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr mehr als zwei Millionen Deutsche in die USA reisen werden. Dafür sorgen zwei Entwicklungen. Zum einen sind in diesem Sommer mehr Direktflüge aus Deutschland in die USA aufgelegt worden als jemals zuvor. Zum anderen ist der Wechselkurs für den US-Dollar derzeit besonders günstig. „Durch die Kombination dieser beiden Effekte sind Reisen in die USA aktuell deutlich günstiger als noch im Vorjahr“, so Gesk.

Nach der Wahl des Populisten Donald Trump zum US-Präsidenten hatte die US-Branche befürchtet, dass die Einreisezahlen in die USA sinken würden. Doch der Trump-Effekt blieb aus. Im Januar dieses Jahres, also rund zwei Monate nach der Präsidentschaftswahl, gelangte das Online-Reiseportal Opodo in einer Studie zu dem Ergebnis, dass die Buchungszahlen aus Europa deutlich angestiegen sind.

 

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