Eine Million Mitglieder mehr: Xing behauptet sich neben LinkedIn

Das Hamburger Online-Karriereportal Xing wächst weiter – ungeachtet der starken Konkurrenz durch die global agierende Microsoft-Tochter LinkedIn. Das Unternehmen freut sich sowohl über einen enormen Mitglieder- als auch einen beachtlichen Umsatzanstieg.

Die Tochter des Medienkonzerns Burda meldet am heutigen Montag eine Million neuer Mitglieder, deren Gesamtzahl nun bei 12, 5 Millionen liegt – so viele wie nie zuvor. Die Zahl der zahlenden Mitglieder stieg im ersten halben Jahr ebenfalls und zwar auf mehr als 970.000.

Xing-Chef Thomas Vollmoeller

Xing-Chef Thomas Vollmoeller (Bild: Xing)

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat Xing den Gesamtumsatz auf 86 Millionen Euro steigern können. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent. Davon ist einiges auf dem Konto des Unternehmens gelandet. Der operative Gewinn (Ebitda) stieg um 19 Prozentpunkte auf 27,3 Millionen Euro. Der Überschuss beträgt 13,1 Millionen Euro – ebenfalls ein Plus von 19 Prozent.

Das Geheimnis des Erfolgs und damit entscheidendes Mittel im Kampf gegen den größten Konkurrenten, LinkedIn, liegt für Xing in der Ausrichtung auf den deutschsprachigen Markt. „Der Schlüssel für unseren Wachstumskurs ist die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Mitglieder und Unternehmenskunden“, sagt Formenchef Thomas Vollmoeller. „Und hier gilt: Das Berufsleben ist für die allermeisten Menschen eine lokale Angelegenheit. Es geht um lokale Jobs, Tipps, Mitarbeiter und Kontakte.“

Die Zukunft von Xing soll rosig werden

Einem Urteil des Landgerichts Stuttgart zufolge ist das Impressum im Xing-Profil abmahnfähigMit diesen Zahlen im Rücken blickt Xing optimistisch in die Zukunft. Für einen weiteren Wachstumsanstieg sollen nicht nur neue Produktinnovationen sorgen wie das E-Recruiting 360° oder der Ausbau der Videoplattform, auf der Mitglieder etwa über den Videopodcast „Xing Talk“ mit prominenten Gästen in Kontakt treten können. Auch der eine oder andere Zukauf soll den Erfolg garantieren. Zuletzt hat das soziale Netzwerk mit dem Wiener Start-up Prescreen „den am stärksten wachsenden Anbieter eines Bewerbermanagementsystems Europas“ übernommen, wie es seitens des Unternehmens heißt. Ebenfalls Xing-Mitglied ist das Portal InterNations, das nach eigenen Angaben größte Netzwerk für Berufstätige im Ausland.

Aber auch langfristig sieht sich Xing gut aufgestellt. Für das Jahr 2020 nimmt sich das Unternehmen selbstbewusst einen 300 Millionen Euro Umsatz und einen operativen Gewinn von 100 Millionen Euro vor.

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