Julian Assange bietet gefallenem Google-Mitarbeiter Job an

Julian Assange hat es mal wieder geschafft, die Öffentlichkeit zu provozieren. Der WikiLeaks-Gründer hat den Google-Mitarbeiter James Damore, der wegen sexistischen Äußerungen von seinem Arbeitgeber entlassen wurde, einen Job bei seiner Enthüllungsplattform angeboten.

„Zensur ist für Verlierer“, schreibt Assange in seinem Eintrag am gestrigen 8. August. „WikiLeaks bietet dem gefeuerten Google-Ingenieur James Damore einen Job an“.

Wenig später treibt der Whistleblower seine Provokation auf die Spitze, indem er einen sarkastischen Dialog zur von ihm gemutmaßten Situation hinter den Kulissen Googles verfasste: „Irgendwelche Ideen, wie wir die Löhne kürzen könnten?, fragt darin der Internetkonzern. Die Antwort eines Ingenieurs: „Die Arbeit ist einsam und stressig. Frauen werden sie vielleicht nicht mögen.“ Die Reaktion seines Arbeitgebers: „Du bist gefeuert.“

Eine Provokation jagt die nächste

Damore hatte in den vergangenen Tagen ein sexistisches Manifest veröffentlicht, in dem er die Auffassung vertrat, dass Frauen aus biologischen Gründen ungeeignet seien für technische Berufe. Google distanzierte sich von seinen Ansichten und entließ den Ingenieur daraufhin.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange

WikiLeaks-Gründer Julian Assange (Bild: Charlie Osborne/ZDNet.com)

Dass sich Assange auf die Seite eines Mannes stellt, der durch sexistische Äußerung auffiel, ist auch aus einem anderen Gesichtspunkt eine Provokation. Der WikiLeaks-Gründer war sieben Jahre lang wegen sexuellen Missbrauchs zweier Frauen juristisch verfolgt worden. Im Mai dieses Jahres stellte die schwedische Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen ihn ein.

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