Angela Merkel: Computerspiele sind Kulturgut und müssen gefördert werden

In zwei Tagen ist es so weit, dann wird Angela Merkel die Video- und Computerspiel-Messe Gamescom in Köln zum ersten Mal eröffnen. Im Vorfeld bekräftigte die Bundeskanzlerin in einem Interview die Notwendigkeit, die Gaming-Branche zu fördern.

Die Spielebranche sei eine „ganz wichtige“, betonte Merkel in dem gestern auf ihrer Homepage veröffentlichten Video-Interview. Aus diesem Grund habe die Bundesregierung die Förderinstrumente bereits verbessert, indem sie verschiedene Programme ins Leben gerufen, um Branchen-Startups Kreditunterstützung zu gewährleisten. Zudem werde die Branche „Schritt für Schritt als Teil der Kreativwirtschaft in unserer Kulturpolitik gestärkt“, so die Kanzlerin, die aber auch hinzufügte, dass man noch mehr tun könne.

gamescom

gamescom (Bild: Koelnmesse)

Merkel betonte, dass die Branche immer mehr öffentlich anerkannt werde und dass in diesem Zuge immer mehr Vorurteile gegenüber Computerspielen als vermeintliche Gewaltspiele überwunden würden. Spiele würden als Kulturgut und Bildungsträger aufgebaut, was der eigentliche „gesellschaftliche Durchbruch“ sei.

Fachkräftemangel in der Spielebranche

Der zunehmenden Akzeptanz von Computerspielen in Gesellschaft und Politik steht aber der Fachkräftemangel in der Branche gegenüber. Auch darauf kam Merkel im Interview zu sprechen. Daher würden Überlegungen angestellt, wie man „durch Fachkräftezuwanderung in den nächsten Jahren noch gezielter dazu beitragen“ könnte, „dass es normal wird, dass man international auch zusammenarbeitet und dass Deutschland ein guter Standort wird.“

Die Branchenverbände, darunter der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), fordern schon lange eine stärkere Förderung der Branche durch die Politik. Sie zeigen sich zwar zufrieden angesichts Förderungsbereitschaft deutscher Parteien in den Wahlprogrammen, wie der BIU im Juli dieses Jahres erklärte. Doch müsste die „Entwicklungsförderung auf Bundesebene“ ankommen, damit Deutschland nicht den Anschluss verliere.

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