Nach Amazon hat auch Wal-Mart Patent für fliegendes Warenhaus angemeldet

Der Wettbewerb zwischen Amazon und Wal-Mart geht in die nächste Runde. Was das Onlineversandhaus bereits im vergangenen Jahr getan hat, das hat der größte Einzelhandelskonzern der USA just nachgeholt: Er meldete ein Patent an für ein in der Luft schwebendes Lagerhaus an.

Wal-Mart sieht sich einer zunehmenden Konkurrenz durch Amazon ausgesetzt. Der weltweit größte E-Commercer bietet auf seiner Online-Plattform nicht nur eine breite Palette an Produkten an, die er seinen Kunden immer schneller ausliefert. Er greift Wal-Mart auch durch das Ausweiten seines Geschäfts auf den Lebensmittel-Einzelhandel an.

Bild: Wal-Mart Stores Inc.

Bild: Wal-Mart Stores Inc.

Hinzu kam letztes Jahr die Nachricht, dass Amazon ein fliegendes Warenhaus patentieren ließ, von dem aus die Kunden mittels unbemannter Drohnen versorgt werden sollen. Der Kunde würde seine Ware schneller geliefert bekommen und Amazon Kosten sparen. Eine Win-win-Situation also mit einem Verlierer: die geesamte Einzelhandel-Branche, darunter auch der Riese Wal-Mart.

Doch der US-Konzern denkt nicht daran, klein beizugeben. Statt dessen will er den Konkurrenten mit dessen eigenen Waffen schlagen. Nicht nur investiert er immer mehr in den Ausbau seines Onlinegeschäfts. Wie Bloomberg berichtet, hat der Handelsriese nun seinerseits ein Patent für ein fliegendes Lagerhaus angemeldet. Laut einer dem Wirtschaftsmagazin vorliegenden Skizze hat das Flugobjekt die Form eines Luftschiffes, das in 200 bis 400 Metern Höhe schweben soll. Fortbewegen könnte es sich entweder autonom oder durch menschliche Fernsteuerung.

Drohnen sind Bindeglied zwischen Luftschiff und Kunden

Bei der Verteilung der Ware würden Drohnen eine zentrale Rolle spielen, die die Bestellungen vom Luftwarenhaus zu den Kunden ausliefern. Laut dem Analysten Brandon Fletcher von Sanford C. Bernstein würde das fliegende Warenhaus nicht in der Luft verharren. Statt dessen könnte es mehrere Städte anfliegen, um dann einen Schwarm an mit Waren ausgestatteten Drohnen zu den Kunden zu entsenden. Auf dem Rückweg wären diese mit Nachschub ausgestattet, mit dem sie das Luftschiff wieder auffüllen könnten.

Wie Amazon mit seinem Airborne Fulfillment Center verspricht sich auch Walmart nicht nur eine schnellere Lieferung, sondern auch Kostenersparnisse durch das Umgehen von Logistikunternehmen. Zudem könnte ein fliegendes Warenhaus ein größeres Marktareal abdecken.

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