Uber kann Umsatz steigern trotz mehrerer Skandale

Obwohl Uber aus den Negativschlagzeilen nicht rauskommt, läuft es für den Fahrdienstvermittler geschäftlich gut. Das noch immer führungslose Unternehmen konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal steigern und musste selbst hinsichtlich des Nettogewinns weniger Verluste hinnehmen als die Vierteljahre davor.

Laut dem Magazin Axios meldet Uber in Quartal zwei dieses Jahres einen Anstieg der Fahrtbuchungen um 17 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Den Umsatz konnte das Unternehmen auf 1,75 Milliarden Dollar steigern. In den ersten drei Monaten dieses Jahres lagen die Erlöse noch bei 1,5 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2016 bei 800 Millionen Dollar.

Trotz der Umsatzsteigerung macht Uber noch immer keinen Gewinn. So muss der Konzern im zweiten Vierteljahr 2017 einen Verlust von 645 Millionen Dollar hinnehmen. Was allerdings eine Tendenz nach oben ist. Denn im Vorquartal lag das Minus noch bei 708 Millionen Dollar, in den letzten drei Monaten 2016 sogar bei 991 Millionen Dollar.

Uber testet in Pittsburgh selbstfahrende Taxis

Uber beim Text eines selbstfahrenden Taxis in Pittsburgh

Doch nicht nur die Investoren freuen sich auf die positive Bilanz. Auch die Fahrer kriegen mehr für ihre Leistung. Denn die verdienten im zweiten Quartal ganze 50 Millionen Dollar an Trinkgeldern. Uber war auf sie im Juni einen Schritt zugegangen und führte in der App eine Trinkgeld-Option ein. Zunächst galt die Funktion in ausgewählten Städten in den USA, darunter Houston und Seattle. Bis Ende des Jahres soll sie auf alle Städte des Landes ausgeweitet werden.

Uber zwischen Erfolgen und Skandalen

Uber hat noch 6,6 Milliarden Dollar in der Kasse und wird mit insgesamt 68, 5 Milliarden Dollar bewertet. Auch das sind gute Nachrichten für die Investoren, die von Turbulenzen des Unternehmens in den vergangenen Wochen und Monaten sicher wenig begeistert waren. Das Taxi-Unternehmen war zuletzt immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, dass es von einer sexistischen Kultur geprägt sei. Außerdem befindet sich der Konzern im Rechtsstreit mit der Alphabet-Tochter Waymo, die dem Konkurrenten Informationsdiebstahl vorwirft. Zudem ist Uber noch immer auf der Suche nach einem neuen CEO, nachdem Mitbegründer Travis Kalanick den Posten im Juli dieses Jahres auf Druck der Investoren hatte verlassen müssen.

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