Verfahren wegen Korruption: Erste Herausforderung für Uber-Chef Dara Khosrowshahi?

Uber hat Dara Khosrowshahi als neuen Firmenchef bestätigt. Sollte der im Iran geborene, in den USA aufgewachsene Unternehmer den Posten annehmen, dann wird als neuer Lenker des Fahrdienstvermittlers so manche Herausforderung meistern müssen. Uber hat in den vergangenen Monaten nach diversen Skandalen nicht nur einen enormen Imageschaden erlitten. Der Konzern muss sich außerdem einer möglichen Klage wegen Korruption erwehren.

Wie US-Medien berichten, darunter das Wirtschaftsmagazin Wall Street Journal, plane Khosrowshahi das Angebot anzunehmen. Dafür wird der Unternehmer seine derzeitigen Chefposten bei Expedia aufgeben. In einem dem Magazin Recode vorliegenden Rundschreiben an die Belegschaft des Reiseportals betonte er, dass ihm diese Entscheidung schwergefallen sei. Dass er sich aber der Herausforderung stellen wolle. Gegenüber dem Wall Street Journal sagte er, dass er die CEO-Stelle bei Uber als Chance betrachte, die man nu einmal in Leben bekomme.

Neuer Uber-Chef: Dara Khosrowshahi

Neuer Uber-Chef: Dara Khosrowshahi (Bild: George Grinsted)

Vorermittlung gegen Uber wegen Korruptionsverdachts

Während man bei Uber derzeit daran arbeitet, Khosrowshahis Vertrag zu finalisieren, dürfte der gerade eine erste Ahnung bekommen vom wahren Ausmaß seiner neuen Herausforderung. Denn Uber steckt nach diversen Skandalen um sexuelle Belästigungen und Rechtsstreitigkeiten wegen Informationsdiebstahl nicht nur im Imagetief. Laut neuesten Medienberichten scheint auf den Konzern auch eine Korruptionsklage zuzurollen. Laut dem Wall Street Journal prüft das US-Justizministerium den Verdacht, ob Uber-Manager ausländische Regierungen bestochen habe.

Derzeit würden diesbezüglich Vorermittlungen gegen das Unternehmen laufen, heißt es weiter in dem Blatt. Die Entscheidung, ob es zu einem Verfahren kommen wird, hänge von den Ergebnissen dieser Ermittlungen ab. Unklar bleibt, ob eine oder mehrere sowie welche Regierungen und Regierungsinstanzen Opfer von Bestechungsversuchen wurden. Uber steht seit Jahren in mehreren Ländern in Konflikt mit den dort geltenden Gesetzen, die das Unternehmen das eine oder andere Mal gebrochen haben soll, um sich gegen die Branchen-Konkurrenz zu behaupten. Laut TechCrunch arbeitet Uber mit den US-Behörden in dieser Angelegenheit zusammen.

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