Lilium darf abheben: Münchner Startup sammelt weitere 90 Millionen für Lufttaxi

Das deutsche Startup Lilium ist dem Ziel, seinen Elektro-Jet in Serienfertigung zu schicken, einen großen Schritt näher gerückt. Das Münchner Unternehmen hat eine Reihe von Investoren an Land gezogen, von denen es insgesamt weitere 90 Millionen Dollar eingesammelt hat.

Wie Liluim heute mitteilte, gehören zu den neuen Investoren das chinesische Internet-Unternehmen Tencent, Atomico von Skype-Gründer Niklas Zennström sowie die Investmentfirmen LGT und Obvious Ventures. Mit deren Investitionen steigt das Gesamtkapital des Startups auf mehr als 100 Millionen Dollar.

Genutzt soll das Geld unter anderem für die Serienproduktion des elektrisch angetriebenen Jets mit fünf Sitzplätzen sowie die Aufstockung des Personals auf insgesamt 70 Mitarbeiter. Im April dieses Jahres hatte das Jungunternehmen noch 40 Mitarbeiter gezählt. Die Investitionsserie B sei die „nächste Stufe in unserer schnellen Entwicklung von der Idee hin zur Produktion kommerziell erfolgreicher Luftfahrzeugen, welche die Art wie wir auf der Welt reisen revolutionieren wird“, erklärt Firmenchef Daniel Wiegand in einem Statement.

Lilium Jet

Lilium Jet (Bild: Lilium)

Liliums Elektro-Jet ist der erste seiner Art, der nicht nur vorwärts fliegen, sondern auch senkrecht starten und landen kann. Lilium rechnet mit einem Einsatz des Senkrechtstarters in der Branche der Personenbeförderung. Die Elektromobilität, eine Reichweite von bis zu 300 Kilometer bei einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h, das Platz sparende Start- und Landekonzept, die zeitliche Effizienz und nicht zuletzt die Kostenfrage sind für das Startup schlagende Argumente für einen durchschlagenden Erfolg seines Lufttaxis.

Der Jungfernflug des Senkrechtstarters

Eine wichtige Hürde hatte der Lilium Jet im April dieses Jahres überquert. Beim Jungfernflug nahe München hatte ein zweisitziger Prototyp einige schwierige Manöver durchgeführt, darunter der nahtlose Übergang vom Schwebe- in den Vorwärtsflug.

Lilium wurde 2015 von Daniel Wiegand zusammen mit drei Mitstudenten der technischen Universität München gegründet. Das Team war mit dem Ziel angetreten, eine völlig neue Art von Fortbewegungsmittel zu entwickeln.

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