Verbot in US-Behörden: Arbeitet Kaspersky mit russischen Geheimdiensten zusammen?

Schwerer Schlag für Kaspersky Lab. Die Produkte für Cyber-Sicherheit des russischen Software-Herstellers dürfen in US-Behörden nicht eingesetzt werden. Die US-Regierung beschuldigt den IT-Konzern der Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten. Das Unternehmen weist die Anschuldigungen zurück.

„Es besteht das Risiko, dass die russische Regierung, sei es unabhängig oder in Zusammenarbeit mit Kaspersky, den Zugang zu Kaspersky-Produkte ausnutzen könnte, um Informationssysteme der US-Behörden zu kompromittieren“, heißt es in der Mitteilung des Department of Homeland Security.

Als Konsequenz wolle man den Behörden 60 Tage Zeit geben, um Pläne für Alternativen zum Kaspersky-Programm zu erarbeiten. In spätestens 90 Tagen sollen die Pläne umgesetzt sein.

Kaspersky Total Security - Multi-Device 2016 (Bild: Kaspersky)

Kaspersky sieht Politik im Spiel

Kaspersky Lab wies die Anschuldigungen zurück. Man sei enttäuscht über die Entscheidung der Heimatschutzbehörde. Es gebe keine Verbindungen zwischen dem Internehmen und welcher Regierung auch immer. Die Anschuldigungen seien falsch und würden auf keiner Beweisgrundlage fußen. Man wolle mit den US-Behörden zusammenarbeiten, um den Verdacht zu entkräften.

Auch Firmenchef Eugene meldete sich zu Wort. Auf seinem Twitter-Profil implizierte er, dass die Entscheidung politisch motiviert sei. Die Anschuldigungen seien ein Beispiel dafür, wie Politik Fakten forme.

US-Behörden haben schon länger Kaspersky Lab im Verdacht, mit der russischen Regierung zu Spionagezecken zusammenzuarbeiten. Im Juni dieses Jahres hatte die Verwaltungsbehörde General Services Administration (GSA) aus ebendiesem Grund die Software des Herstellers aus der Liste zugelassener Anbieter von Antivirus-Produkten gestrichen. Zuletzt hatte der US-Elektronikhändler Best Buy die Produkte des russischen IT-Konzerns aus den Regalen entfernt.

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