Retrospektive in Hamburg zeigt Kraftwerk in Bild und Ton

Kraftwerk hat mit seiner Klang- und Bildästhetik die elektronische Musik geprägt wie kein anderer Interpret. Der Fotograf Peter Boettcher fängt diese Ästhetik seit fast drei Jahrzehnten in Bilder ein. Nun wird dieser kreativen Partnerschaft bei einer Retrospektive in Hamburg ein Denkmal gesetzt.

Seit 1991 begleitet der Kölner Fotograf das Projekt Kraftwerk mit seiner Kamera. Entstanden sind Bilder, in denen Boettcher das große Thema der Elektropop-Band um Mastermind und Gründungsmitglied Ralf Hütter kongenial eingefangen hat: die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Klar in der Struktur, reduziert in Form und Farbe und dabei oft die Zentralperspektive verwendend, ist Boettchers Arbeit die bildästhetische Entsprechung der strengen und kühlen Klang- sowie der Mensch-Maschinen-Bilderwelt Kraftwerks.

Performance von Kraftwerk

Performance von Kraftwerk (Bild: Peter Boettcher)

Weitere Ausstellungsstücke

In der Flo Peters Gallery in Hamburg werden diese Arbeiten vom 20. bis 23. September ausgestellt. Initiiert wurde die Retrospektive von Bernd Dopp, Chairman und CEO von Warner Music Central Europe, mit Unterstützung des Reeperbahn Festivals. Neben den Bildern Boettchers finden sich hier auch andere Ausstellungstücke rund um Kraftwerk, darunter auch das von Mitgründer und Mastermind Ralf Hütter gestaltete Rennrad des Fahrrad-Herstellers Canyon sowie Aufnahmen aus der Konzertreihe „3D – Der Katalog“, die zwischen 2012 und 2016 stattfand.

Neben seiner Zusammenarbeit mit Kraftwerk ist Peter Boettcher auch bekannt für seine Arbeit für Musikstars wie LL Cool J., R.E.M., Morrissey, Salt’n Pepper oder Sonic Youth. Der Fotograf ist unter anderem für die Zeitschriften Stern, Zeit Magazin, Vogue tätig. Kraftwerk wurde 1970 von Ralf Hütter und Florian Schneider gegründet. Mit ihrem elektronischen Sound und einer Bühnenästhetik, in der die Grenze zwischen Mensch und Maschine aufgehoben wird, gilt die Band als Meilenstein der elektronischen Musik.

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