Nach Facebook und Instagram blockiert China auch WhatsApp

WhatsApp-Nutzer in China können auf dem Kurznachrichtendienst keine Nachrichten mehr versenden. Die Chat-App ist offenbar erneut Opfer einer Zensur seitens der chinesischen Regierung geworden.

Laut Medienberichten haben etliche chinesische Nutzer bereits seit Tagen Probleme beim Versenden von Kurznachrichten via WhatsApp. Bestätigt werden die Berichte von dem in Frankreich lebenden und arbeitenden Kryptografie-Experten Nadim Kobeissi. Ihm zufolge sei WhatsApp in China von der Regierung weitgehend blockiert worden.

Offenbar sei es den Zensoren gelungen, eine Software zu entwickeln, durch die der Versand von Kurznachrichten-Diensten gestört wird, so Kobeissi. Damit werde WhatsApp zwar nicht komplett gesperrt. Vielmehr werde die Funktion des Dienstes so stark verlangsamt, dass deren Nutzung aufgegeben werde.

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Facebook nicht mehr in China präsent

Damit hat die Zensur von WhatsApp den vorläufigen Höhepunkt erreicht. Bereits seit Mitte Juli dieses Jahres war es für Nutzer in China nicht mehr möglich, Bild-, Video- und Sprachnachrichten zu versenden. Zugleich ist die Maßnahme der nächste Dämpfer für das Mutterunternehmen Facebook. Das soziale Netzwerk selbst wird von chinesischen Behörden seit 2009 blockiert. Auch der Foto- und Videodienst Instagram, ebenfalls Teil des Konzerns von Mark Zuckerberg, ist dort nicht mehr vorhanden.

Beobachter sehen die jüngsten Zensurmaßnahmen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Parteitag der Kommunistischen Partei, der an 18. Oktober beginnt. Mit der Blockade von Internetdiensten sollen im Vorfeld offenbar kritische Äußerung der Bevölkerung unterbunden werden.

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